WIESENFELD

Hineinversenkt in Jesu Leiden und Sterben

In der Fastenzeit: Vier Chöre und Solisten gestalteten ein Passionssingen in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Wiesenfeld. Im Bild: die Sängerinnen des Jugendchores „Just for Fun“ aus Halsbach.
Foto: Josef Riedmann | In der Fastenzeit: Vier Chöre und Solisten gestalteten ein Passionssingen in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Wiesenfeld. Im Bild: die Sängerinnen des Jugendchores „Just for Fun“ aus Halsbach.

In einem gemeinsamen Passionssingen ermöglichten die beiden Chöre des Liederkranzes Wiesenfeld und der Sängerlust Halsbach sowie weitere Akteure den Besuchern in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Wiesenfeld, sich mit Gesang, Musik und Texten meditativ hineinzuversenken in das Leiden und Sterben Jesu.

Weitere Interpreten beim Passionskonzert waren die Chorformationen „Canteamus“ aus Wiesenfeld und der Jugendchor „Just for Fun“ aus Halsbach, die Wombacher Saitenmusik, die Wiesenfelder Bläser und als Solisten Sigrid Schwab und Klaus Hofmann. Die musikalischen Darbietungen ergänzte Zisterzienserpater Beda Zilch mit vorgetragenen Passionsgedanken nach dem evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer (1906 bis 1945), niedergeschrieben in dessen letzten Monaten in nationalsozialistischen Gefängnissen und Konzentrationslagern. Bonhoeffer sei ein Vorbild für unsere Zeit, so Zilch.

Die Auswahl der Lieder war insoweit stimmig und abgerundet, als Sigrid Schwab alle vier beteiligten Chöre als Dirigentin leitet. Von der Empore herab interpretierte der gemischte Chor des Liederkranzes überzeugend „Locus iste“ von Anton Bruckner, begleitet an der Orgel von Paula Werthmann. „Wo ist der Weg“ von Fritz Brodersen brachte der gemischte Chor der Sängerlust stimmig zu Gehör. Den Bonhoeffer-Text „Von guten Mächten“ nach der Komposition von Kurt Grahl intonierte die Formation „Canteamus“. Der bereits seit Jahren bestehende Projektchor des Liederkranzes hat sich vor Kurzem den Namen „Canteamus“ gegeben. Mit der Komposition „Meine Zeit steht in deinen Händen“ von Peter Strauch überzeugte der Jugendchor „Just for Fun“, am Klavier begleitet von Klaus Hofmann. Samtweiche Saitenklänge boten die Interpretinnen der Wombacher Saitenmusik mit Irmtraud Endres und Elisabeth Ullrich an der Gitarre, Siglinde Stamm an der Zither und Gabi Nätscher am Hackbrett. In dem Menuett 21 aus der Aidhausener Notenhandschrift tauschte Nätscher das Hackbrett gegen die Altflöte aus. Unter der Leitung von Andreas Zimmermann spielten die Wiesenfelder Bläser zwei Choräle von Dieter Herborg. Zum Beginn und zum Ende des Passionssingens stimmten die Bläser zwei Kirchenlieder aus der Fastenzeit an, in die die Besucher einstimmten. Eine Fuge von Johann Sebastian Bach interpretierte Klaus Hofmann an der Kirchenorgel. In einem Soloauftritt sang Sigrid Schwab „Sag ja zu mir, wenn alle nein sagen“, am Klavier begleitet von Klaus Hofmann.

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