Lohr

Hundreds: Lohrer Geschwisterpaar zu Gast im ZDF-Morgenmagazin

Die Corona-Pandemie hat den Musikern einen Strich durch die Rechnung gemacht, die Konzerte von "Hundreds" für 2020 wurden abgesagt. Nun sind sie im Fernsehen zu sehen.
Die Geschwister Philipp und Eva Milner bei ihrem Auftritt auf dem 'Schere Stein Musik Festival' auf Burg Rothenfels im vergangenen Jahr.
Die Geschwister Philipp und Eva Milner bei ihrem Auftritt auf dem "Schere Stein Musik Festival" auf Burg Rothenfels im vergangenen Jahr. Foto: Simon Hörnig

Mit "The Current" setzt die Band "Hundreds" für ihr viertes Studioalbum auf einen Titel, der beinahe ebenso schwer zu fassen ist, wie der Stil des wandlungsfähigen Trios um die aus Lohr stammenden Geschwister Eva und Philipp Milner. Fest stand jedoch bereits seit Monaten, dass, nach vier langen Jahren des Hinarbeitens, das neue Material im April und Mai diesen Jahres mit einer umfangreichen Release-Tour gefeiert werden sollte. Bis Corona einsetzte.

"Wir haben sie vor über einem Jahr geplant und alles läuft darauf hinaus", betonte Eva Milner noch Mitte März die Bedeutung der 18 Stationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz umfassenden Tournee, die für die Berufsmusiker ihre Haupteinnahmequelle bedeutet. Doch mit Ausruf der Pandemie und der kurz darauf verhängten Ausgangsbeschränkungen und Veranstaltungsverbote sah sich plötzlich die gesamte Kulturszene einer Zäsur ausgesetzt.

Ausmaß der Einschränkungen hat überrascht

"Dass es so drastisch wird, hätte ich nie gedacht", gesteht Milner, während ihr Bruder Philipp sich bereits im Februar Sorgen um die Tour gemacht habe. Nachdem ihre Booking-Agentur innerhalb von fünf Tagen noch Alternativtermine für den August organisiert hatte, ereilte die Fans am 20. Mai via Social Media die traurige Gewissheit, dass es 2020 kein Konzert der Hundreds vor Live-Publikum geben würde.

Doch nicht nur den Tourplan wirbelte die Corona-Krise gehörig durcheinander. Bereits für Ende März – pünktlich zur Veröffentlichung des neuen Albums – war für die Band ein Auftritt im ZDF-Morgenmagazin anberaumt gewesen. "Aufgrund der Pandemie durften jedoch sehr lange überhaupt keine Bands auftreten", erklärt Eva Milner. Auch beim Nachholtermin, der diesen Donnerstag um 8.30 Uhr live aus dem Berliner "moma-Café" gesendet wird, gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen: "kein Publikum im Studio, keine Maske".

Dafür dürfen sich die Zuschauer auf "ruhig gehaltene Versionen" der beiden Video-Singles "Ready Shaking Silent" und "Calling" vom neuen Album freuen. Freuen würde sich Eva Milner beim anschließenden Talk wiederum über die Bekanntschaft mit Morgenmagazin-Moderatorin Dunja Hayali, "die finde ich nämlich super", gibt die gebürtige Sendelbacherin zu. Bei aller Routine sei der Live-Auftritt vor hunderttausenden Fernsehzuschauern für die Sängerin "schon aufregend", weshalb Proben vorab nicht fehlen dürfen.

Band arbeitet an neuen  Stücken und Variationen

Doch nicht nur zu diesem Zweck hat sich die Band aktuell auf Philipp Milners Hof ins Wendland zurückgezogen, der gleichzeitig dessen Aufnahmestudio beherbergt. "Wir arbeiten an neuen Stücken und auch an Variationen von ‚The Current‘", berichtet Eva Milner. Auch für "vielleicht stattfindende Livestream-Festivals" will die Band gewappnet sein und plane im Laufe des Jahres zudem mehrere "kleine Veröffentlichungen". Fest einkalkuliert sei etwa die Veröffentlichung eines Mitschnitts des ausverkauften Konzerts zum zehnjährigen Bandjubiläum am 12. Januar im Großen Saal der Hamburger Elbphilharmonie auf Schallplatte.

Aufwiegen können diese Vorhaben den Tourausfall jedoch nicht: "Wir kommen klar. Aber natürlich fällt die finanzielle Situation dieses Jahr viel schlechter aus", erklärt Milner. Sie glaube zwar, dass Deutschland mit der Unterstützung des Kulturbetriebs "relativ weit vorne" sei. "Das ist aber trotzdem nur ein Tropfen auf den heißen Stein." Als freier Künstler sei man jedoch unsichere Zeiten und "Unplanbarkeiten" gewohnt, "deshalb bleiben wir positiv und hoffen, dass wir nächstes Jahr auch wieder das machen können, das wir am liebsten tun: Konzerte spielen vor echtem Publikum."

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