Hafenlohr

Johannes Ritter als neuer Hafenlohrer Gemeinderat vereidigt

Johannes Ritter (links) rückt für Michel Hohe in den Gemeinderat nach. Den Eid nahm Bürgermeister Thorsten Schwab ab.
Foto: Susanne Feistle | Johannes Ritter (links) rückt für Michel Hohe in den Gemeinderat nach. Den Eid nahm Bürgermeister Thorsten Schwab ab.

In der Hafenlohrer Gemeinderatssitzung wurde Johannes Ritter als neuer Gemeinderat vereidigt. Er ist Nachrücker für Michael Hohe, der aus persönlichen Gründen zurückgetreten war.

Außerdem ging es in der Sitzung um den Bauantrag zum Neubau eines Wohngebäudes mit sieben Wohneinheiten in der Windheimer Straße 16 in Hafenlohr. Dieses Bauvorhaben war bereits mehrfach Thema in nichtöffentlichen Sitzungen, am Montag wurde öffentlich darüber diskutiert.

Es handelt sich bei dem Bauvorhaben um ein mehrgeschossiges Gebäude, das an die Hanglage angepasst wird. Ausgestattet wird es mit einem Aufzug und einer Tiefgarage.

Von Seiten der Verwaltung wurde darauf hingewiesen, dass das Bauvorhaben die Festsetzungen des Bebauungsplanes deutlich überschreitet. Die Grundzüge der Planung werden sowohl hinsichtlich der Gebäudeeinstellung, Straßenzufahrt und Baugestaltung berührt. Sie weist eindringlich auf eine Bezugsfallwirkung hin.

Eingeschränkte Sicht befürchtet

Des Weiteren sieht der Bebauungsplan keine Zufahrt der Grundstücke von der Kreisstraße aus vor. Hier befürchtet die Verwaltung, dass durch die Errichtung der Stellplatzstützwand im Osten und die Anlage des Mülltonnenbauwerks im Westen die Sicht eingeschränkt wird. Zudem stoßen zwei der Stellplätze rückwärts zur Straßen. Hier bleibt die Zustimmung der Kreisstraßenverwaltung abzuwarten. Es ist davon auszugehen, dass das Ortsschild dadurch weiter Richtung Windheim verlagert wird.

Im Rat waren die Meinungen zum Thema Zufahrt unterschiedlich. Manche finden sie gefährlich, andere sehen die Beeinträchtigung nicht größer, als sie ohnehin schon ist, da auch andere Anwohner ihre Zufahrt über die Kreisstraße haben.

Weiteres Thema war die Vorgabe, dass bei mehr als drei Wohneinheiten ein Kinderspielplatz vorgesehen werden muss. Diesen möchte der Bauherr nicht errichten, sondern beantragt eine Ablöse. Hierfür ist noch eine Ablösevereinbarung notwendig.

Wohnraum wird benötigt

Die Vorgabe von acht Stellplätzen erfüllt der Bauherr, denn es sind elf vorgesehen. Für die Umsetzung der Planung ist der Kauf von gemeindlicher Grundstücksfläche erforderlich. Hier erfolgte ein entsprechender Beschluss im nichtöffentlichen Teil der Sitzung, wie Bürgermeister Thorsten Schwab mitteilte.

Manuel Fischer machte darauf aufmerksam, dass er dem Vorhaben nicht zustimmen werde, da seiner Meinung nach, der Bauherr nicht auf die Wünsche der Gemeinderäte eingegangen sei. Schwab machte daraufhin deutlich, dass es dabei um Wünsche einzelner Räte gehandelt habe.

Katja Wagner-König sprach sich hingegen klar für das Bauvorhaben aus: "Was wollen wir denn mehr? Die Nachbarn haben zugestimmt und wir brauchen Wohnungen". Schwab sieht in dem Vorhaben eine sinnvolle Geschichte und manches nicht so wie die Verwaltung: "Wir wollen doch, dass erschlossene Baugrundstücke bebaut werden und der Bedarf an Wohnraum ist da".

Am Ende der Diskussion stimmten dem Bauvorhaben acht Mitglieder des Gremiums zu, zwei stimmten dagegen.

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