Karlstadt

Jugendamtsleiter Thomas Götz spricht von beispiellosem Jahr

Die Vollversammlung des Kreisjugendringes Main-Spessart fand in diesem Jahr online statt. Mit 36 von 58 Delegierten war die Versammlung auch beschlussfähig und konnte wählen.
Eine Kiste mit fair gehandelten Waren  erhielt der neue Jugendamtsleiter Thomas Götz (links) von der stellvertretenden Vorsitzenden Ruth Emrich des Kreisjugendrings in der Online-Vollversammlung.
Foto: Kreisjugendring Main-Spessart | Eine Kiste mit fair gehandelten Waren erhielt der neue Jugendamtsleiter Thomas Götz (links) von der stellvertretenden Vorsitzenden Ruth Emrich des Kreisjugendrings in der Online-Vollversammlung.

Es war ein steiniger Weg zur Vollversammlung des Kreisjugendringes mit Neuwahlen. Die für Frühjahr und Herbst geplanten klassischen Versammlungen mussten letztlich wegen Corona abgesagt werden. Nun wurde am Samstag online getagt, mit 36 von 58 Delegierten war die Versammlung auch beschlussfähig und konnte wählen.

Dafür konnte ein vom Bezirksjugendring angeschaffte Online-Konferenzsystem (Adobe Connect) genutzt werden. Wie bei klassischen Präzensterminen war die Versammlung grundsätzlich öffentlich, Zuschauer mussten sich gemäß der Datenschutzgrundverordnung aber anmelden und eine Vereinbarung unterzeichnen. Für die Abstimmungen gab es ein eigenes Programm, zu dem nur die offiziellen Delegierten Zugang hatten, es ermöglicht die nötige geheime Stimmabgabe.

Die Versammlungsleitung lag bei der stellvertretenden Vorsitzenden Ruth Emrich. Sie war ebenso wie Geschäftsführerin Theresa Schreck und der neue Jugendamtsleiter Thomas Götz nur mit FFP2-Maske zu sehen, da sich diese Personen zusammen in einem Büro befanden.

Neue Wege finden, um den Kontakt zur Jugend zu halten

Von einem beispiellosen Jahr sprach Jugendamtsleiter Thomas Götz, der nach 25 Jahren Arbeit im Amt für Jugend und Familie im März die Leitung übernahm, in seinem Grußwort. Die Online-Versammlung stehe auch dafür, dass man neue Wege sucht und findet, auch um den Draht zu den jungen Leuten nicht zu verlieren. Er wurde von Ruth Emrich mit einer Geschenkkiste voller fair gehandelter Waren begrüßt. Weiter Grußworte kamen vom stellvertretenden Landrat Christoph Vogel, der zweiten Landrätin-Stellvertreterin Pamela Nembach, dem Landtagsabgeordneten Thorsten Schwab, der sich nach seinem Grußwort an seinem Geburtstag zum Familienfrühstück verabschiedete, dem ehemaligen Kreisjugendpfleger Bernhard Metz und von Sebastian Dietz vom Bezirksjugendring.

Wie aus dem Bericht der stellvertretenden Vorsitzenden Ruth Emrich hervor ging, lag im Jahr 2019 der Schwerpunkt auf der Jugendbildung und der Jugendleiterausbildung. Im Frühjahr gab es Selbstbehauptungskurse für Mädchen und Jungs in Lohr, die von Simone Amthor und Jörg Moßmann geleitet wurden. Zur Jugendleiterausbildung gehörten Seminare für Freizeitplanung mit Bernhard Metz, zu "Recht und Aufsichtspflicht" mit Michael Deubert, dem Justiziar des Landratsamtes, und eine Unterweisung für Betreiber der Mocktail-Oase durch Roland Schreck und Gabriel Streib inklusive Mix-Anleitung für die alkoholfreien Cocktails.

13 Gruppen aus dem Landkreis an Sozialaktion beteiligt

An der 72-Stunden-Sozialaktion des Bezirksjugendrings im Mai nahmen 13 Gruppen teil. Am Ferienprogramm beteiligten sich 23 der 40 Gemeinden. Im Rahmen von Schule ohne Rassismus fuhren die achten Klassen der Förder-, Mittel-, und Realschule Karstadt zum Gemeinschaftsprojekt "Respekt" an Miltenberger Gymnasium. Den Film "Blut muss fließen" schauten sich 110 Schüler im Mühlbacher Kino an.

Der Tätigkeitsbericht für 2020 fiel coronabedingt kürzer aus, ab Mitte März mussten alle Präzenstermine entfallen, auch das für Juli geplante internationale Jugendmusikfestival wurde abgesagt. Es wird in der bisherigen Form nicht mehr stattfinden, ein neues Konzept ist in Arbeit. Im Februar wurde der neue Neunsitzerbus geliefert. Für den Verleih wurde ein Riesendart (2,5 Meter Durchmesser) angeschafft, der auch Indoor-geeignet ist. Ab Juni konnten zumindest Vorstand und Arbeitskreise wieder tagen.

Hinter dem geplanten Jahresprogramm 2021 stehen aktuell Fragezeichen. Neben den Vollversammlungen ist am 21. Februar wieder "MSP ist bunt" geplant, außerdem Seminare zur Aufsichtspflicht und Mocktail-Oase, zu Zuschüssen und Jugendbeteiligung. Die geplanten Selbstbehauptungskurse für Jungen und Mädchen werden nicht in der Lohrer Spessarttorhalle stattfinden können, weil diese bekanntlich das Corona-Impfzentrum für Main-Spessart ist. Zudem ist Körperkontakt bei den praktischen Übungen unvermeidlich.

Online wurden als Wunschthemen "Spiele mit Abstand", "Erste Hilfe und Notfallmanagement", "Medienverhalten von Gruppenleitern" und "Bildrechter & Datenschutz" ermittelt.

Haushalt 2021 hat Volumen von rund 106 000 Euro

Der Haushalt für 2021 sieht als Einnahmen und Ausgaben je 106 300 Euro vor. Zum Vergleich: Das in der Online-Vollversammlung festgestellte Jahresergebnis 2019 betrug knapp 102 000 Euro. Die Finanzthemen stellte die Geschäftsführerin Theresia Schreck vor.

Die Vollversammlung stimmt insgesamt vier Anträgen zu. Der Kreisjugendring Main-Spessart hatte aus aktuellen Anlass beantragt, die Förderung der Projektarbeit für Vereine auch auf die Stornokosten auszudehnen. Zudem sind ab 2021 auch Veranstaltungen ohne Übernachtung förderfähig, wenn es mindestens sechs Stunden Programm am Tag gibt.

Die beiden Anträge des Bezirksjugendrings stellte Sebastian Dietz vor. Bisher waren mindestens zwei Vollversammlungen des Kreisjugendrings im Jahr nötig, das wurde auf einmal jährlich geändert. Zudem werden die Einladungen nicht mehr zwingend per Post verschickt, wer den klassischen Versand nicht ausdrücklich wünscht, erhält sie künftig per E-Mail.

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