Frammersbach

Kalte Kirche in Frammersbach: Decken und warme Schuhe statt Sonntagsflitzerchen

60 Decken für frierende Kirchenbesucher: Pfarrer Michael Schmitt (links) freute sich über die Sachspende von Christoph, Felix und Sarah Keller von der KBF Kaspar Kirsch Bau GmbH. Foto: Gisela Büdel
Foto: Gisela Büdel | 60 Decken für frierende Kirchenbesucher: Pfarrer Michael Schmitt (links) freute sich über die Sachspende von Christoph, Felix und Sarah Keller von der KBF Kaspar Kirsch Bau GmbH. Foto: Gisela Büdel

In diesem Winter bleibt die Kirche St. Bartholomäus in Frammersbach kalt. Grund ist die defekte Heizungsanlage, an der Reparaturen nicht mehr möglich sind. Eine Kältehilfe für die Besucher in Form von 60 Decken nahm Pfarrer Michael Schmitt von Sarah und Christoph Keller, Firmenleiter der ortsansässigen KBF Kaspar Kirsch Bau GmbH, in Empfang.

Ideengeberin der Aktion war Kirchenverwaltungsmitglied Pia Matreux. Bereits seit Anfang Dezember 2020 liegen zehn einzeln in verschlossene Boxen gepackte Decken im Eingangsbereich des Gotteshauses bereit. Zum Waschen und Desinfizieren der gebrauchten Decken wartet ein Wäschekorb am Ausgang. "Die Kirchenverwaltung will mit ihrem Angebot für Frierende ein Zeichen der Solidarität setzen", betonte Pia Matreux im Gespräch. Um 60 Wärmedecken aufgestockt wurde der Vorrat durch Sarah und Christoph Keller von der KBF Kaspar Kirsch Bau GmbH.

Der Pfarrer hat Hände wie Eiszapfen

Mit seinem Dank für die willkommene Spende verband Pfarrer Michael Schmitt die herzliche Einladung zu den Festgottesdiensten, zu denen aktuell 120 Besucher pro Gottesdienst zugelassen sind. Auch er selbst habe im Altarraum Hände wie Eiszapfen, so der Pfarrer. "Und ab sofort trage ich statt Sonntagsflitzerchen warme Schuhe", versicherte er. Den Gläubigen rät er, von den Decken Gebrauch zu machen und sich mit Taschenwärmern, Handschuhen, Mützen und Schals auszustatten.

Den aktuellen Stand der Heizungsanlage bewertete Schmitt so: "Eine Reparatur der defekten Anlage ist nicht mehr möglich. Frühestens im Januar 2021 kann vom Baumoratorium des Bistums Würzburg die Entscheidung über eine kostspielige Notheizung erwartet werden." Allerdings lasse ein ökologischer Blick in die Zukunft das Heizen für eine Stunde sehr fraglich erscheinen. Zudem seien alle nicht lebensnotwendigen Baumaßnahmen derzeit eingestellt.

Die Alternative einer Warmluftheizung während des Gottesdienstes dürfe nach Coronavorgaben nicht betrieben werden. Er vermute, dass das Gotteshaus diesen und auch nächsten Winter ohne Heizung auskommen müsse. "Ich glaube zwar an Wunder, bin aber auch Realist." Wegen der coronabedingten nächtlichen Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr werden in der Pfarreiengemeinschaft Effata die Christmetten am 24. Dezember (Teilnahme nur mit Voranmeldung) wie folgt vorverlegt: Kirche St. Josef, Neuhütten um 16.30 Uhr; Kirche St. Johannes d. Täufer, Partenstein: 18 Uhr.

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