Rechtenbach

Karl Geist gestorben: Trauer um ein Rechtenbacher Urgestein

Der aus dem kirchlichen und musikalischen Ortsgeschehen bekannte Karl Geist starb am Wochenende im Alter von 87 Jahren.
Foto: Jochen Kümmel | Der aus dem kirchlichen und musikalischen Ortsgeschehen bekannte Karl Geist starb am Wochenende im Alter von 87 Jahren.

Karl Geist ist tot. Das Rechtenbacher Urgestein starb am Wochenende im Alter von 87 Jahren. In der Spessartgemeinde war Karl Geist unter dem Namen "Mohr" bekannt und sorgte für Familiensinn, Geselligkeit, Humor und das Wohl seiner Mitmenschen.

Vor allem die Liebe zur Musik prägte das Leben von Karl Geist: 1960 begründete er die "Kolpingkapelle Rechtenbach" mit und war bis zur Auflösung der Kolpingfamilie im Jahr 1978 deren Vorstand. 1985 wurde er zum Vorsitzenden des neuen Musikvereins gewählt. Das Amt hatte er bis 1997 inne. Unter seiner Ägide wurden vier große Musikfeste gefeiert, die erneuerte fränkische Tracht und die Vereinsfahne angeschafft sowie viele große Auftritte wie etwa beim Oktoberfestzug in München in die Tat umgesetzt, zudem die Einrichtung des Musikheims in der Schule. Insgesamt war er der Musikkapelle 30 Jahre als Vorsitzender verbunden. 40 Jahre lang war er als Tubist aktiver Musikant.

40 Jahre lang aktiver Tuba-Musikant

Bis in seine letzten Lebensjahre war er der Kapelle eng verbunden und kümmerte sich unter anderem um die Freizeitkegler des Vereins. Für sein gesellschaftliches und kulturelles Engagement bekam er die Verdienstmedaille des Landkreises in Gold und 1994 die Bundesverdienstmedaille. "Mit Karl Geist verlieren die Musikanten nicht nur ihren Ehrenvorsitzenden, sondern einen treuen Musikkameraden und guten Freund", sagt Manfred Heuer, der Vorsitzende der Rechtenbacher Musikanten. "Sein über viele Jahre dauernder und selbstloser Einsatz für die Blasmusik in unserer Gemeinde, aber auch für die Dorfgemeinschaft, ist beispielgebend."

Auch Theateraufführungen im ehemaligen Kolpingverein studierte Geist ein und war oft selbst in der Hauptrolle auf der Bühne zu sehen. Seit 50 Jahren war Karl Geist Feldgeschworener.

Träger der Ehrennadel der Diözese

Der bekennende "Muttergottesverehrer" war seit 1978 Kommunionhelfer und 25 Jahre lang ehrenamtlicher Krankenseelsorger. Über 30 Jahre lang war Geist als Wortgottesdienstleiter für die Pfarrgemeinde tätig. Von 1967 bis 1980 saß er zudem im Pfarrgemeinderat, davon einige Jahre als Vorsitzender. Für seine Verdienste um die Pfarrgemeinde erhielt Geist die Ehrennadel der Diözese.

Über 45 Jahre war er für die Sterbebruderschaft aktiv. 42 Jahre übernahm Karl Geist die Aufgabe, als Brudermeister die Bücher zu führen und die Beerdigung abzuwickeln. Dieses Amt übernahm vor vier Jahren seine Tochter Daniela.

Karl Geist hinterlässt vier Kinder, sieben Enkel und drei Urenkel. Er wird in aller Stille beerdigt. Das Requiem ist am Freitag, 5. März, um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche. Der Rosenkranz wird am Samstag um 18 Uhr gebetet.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Main-Spessart und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Rechtenbach
Jochen Kümmel
Beerdigungen
Enkel
Kirchengemeinden
Kolpingwerk
Musikfeste
Musikkapellen
Musikvereine
Theateraufführungen
Trauer
Töchter
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!