Karlstadt

Karlstadt bietet Ferienspaß auch in der Pandemie-Zeit

Einiges ist anders bei der Ferienbetreuung in diesem Sommer. Für Kinder und Eltern bedeutet das Angebot trotzdem eine große Freude und Entlastung.
Ferienbetreuung im Karlstadter Juz unter Corona-Bedingungen.
Ferienbetreuung im Karlstadter Juz unter Corona-Bedingungen. Foto: Markus Rill

Ferienbetreuung der Stadt Karlstadt im Sommer – normalerweise bedeutet das: viel Zeit im Freibad und warmes Mittagessen im Jugendzentrum "Piranha". Doch was ist dieses Jahr schon normal? Unter besonderen Hygiene-Auflagen bietet das Juz-Team auch 2020 eine Betreuung an. Für die Kinder ist das auch ohne Schwimmbadbesuch ein großer Spaß, für die Eltern eine große Entlastung.

"Erst etwa drei Wochen vor Ferienbeginn war klar, dass wir eine Ferienbetreuung anbieten werden", erklärt Stadtjugendpfleger Tim Staate. Die vom Bayerischen Kultusministerium initiierte und von den Schulen vor Ort durchgeführte Elternbefragung ergab, dass in Karlstadt durchaus Bedarf besteht. "Also haben wir auf Basis des Rahmen-Hygieneplans für Kinderbetreuung in der Corona-Zeit ein Konzept erstellt", sagt seine Kollegin Sandra Prockl. Gleichzeitig hat das Team der Stadtjugendpflege die Eltern kontaktiert, die in der Bedarfsanalyse ihr Interesse äußerten und ein Vorrecht auf Betreuung haben: Alleinerziehende, selbstständige Eltern oder Eltern, die ihren Jahresurlaub wegen der Pandemie schon aufgebraucht haben. "Wir haben gefragt, zu welchen Zeiten sie Betreuung benötigen." Angeboten werden jeweils die zwei ersten und letzten Ferienwochen.

20 Kinder, wenig Kontakt zu anderen 

Zum Konzept gehört, dass höchstens 20 Kinder eine Woche lang in einer Gruppe betreut werden, von maximal 7.30 bis 16 Uhr. "Tagesbuchungen sind in diesem Jahr nicht möglich, weil die Gruppe zusammen bleiben soll", so Staate. Bei Ausflügen werden Kontakte der Kinder mit anderen weitestgehend vermieden. "Die Burg-Lichtspiele machen eine Extra-Vorstellung für uns, wenn wir die Stadtbücherei besuchen, ist sie für andere geschlossen und der Grundschulspielplatz ist an einem Tag der Woche für uns reserviert", erklärt Prockl.

Hygiene wird groß geschrieben: Eine Plexiglasscheibe trennt die Teams am Tischkicker voneinander.
Hygiene wird groß geschrieben: Eine Plexiglasscheibe trennt die Teams am Tischkicker voneinander. Foto: Markus Rill

Ein Schwimmbadbesuch muss leider ausfallen. "Da wären Kontakte zu anderen Kindern nicht zu vermeiden. Infektionsketten ließen sich im Falle eines Falles nicht mehr nachvollziehen", erläutert Staate. Auch das warme Mittagessen gehört dieses Jahr nicht zum Ferienspaß. "Wir können die Hygiene-Auflagen für Gastro-Betriebe im Juz nicht umsetzen", so Staate. "Die Kinder bekommen von zu Hause belegte Brote oder Mahlzeiten in Warmhalte-Behältnissen sowie ihre eigenen Getränkeflaschen mit."

Mehr Betreuer als sonst, viel Abwechslung

Das Juz-Gelände hat für die sechs- bis zwölfjährigen Kinder einiges zu bieten. Manche spielen auf der Terrasse Karten, manche tollen im Garten, andere im Haus. Die Stadt hat extra ein Zelt angemietet, das im Garten steht und für Basteleien genutzt wird; hinter dem Gebäude steht noch ein Basketballkorb zur Verfügung. "Das verteilt sich ganz schön", sagt Sandra Prockl. Zusätzlich zu den zwei Hauptamtlichen betreuen sechs junge Erwachsene die Kinderschar, die meisten von ihnen Lehramts- oder Pädagogikstudierende. 

"Das sind etwas mehr Betreuer als sonst. Damit können wir die Kleingruppen, die sich natürlich herausbilden, beaufsichtigen", so Prockl. Außerdem werden die Kinder regelmäßig ans Händewaschen erinnert sowie "sensible Stellen" wie der Tischkicker mehrmals am Tag desinfiziert. Die Räumlichkeiten werden gründlich gelüftet, drinnen tragen alle Aufsichtspersonen Mund-Nase-Schutz. Rein kommen nur die angemeldeten Kinder und geladene Gäste wie eine Märchenerzählerin. "Wir bitten die Eltern, sich an der Tür von ihren Kindern zu verabschieden."

Kartenspiel auf der Terrasse.
Kartenspiel auf der Terrasse. Foto: Markus Rill

Übrigens sind nicht nur die Kinder bevorrechtigter Eltern in der Betreuung. "Das sind etwas mehr als die Hälfte", sagt Staate. Nachdem diese Eltern gebucht hatten, wurde das Betreuungsangebot öffentlich gemacht. "Wir hatten im Hinterkopf, gegebenenfalls eine zweite Gruppe in der Grundschulturnhalle zu betreuen." Doch die 20 Plätze reichen aus.

"Wir merken, dass die Kinder die sozialen Kontakte in der Zeit der Schulschließung vermisst haben", sagt Staate. "Es kommt mir so vor, als würden sie Rollenspiele und die Interaktion mit anderen mehr als sonst genießen", ergänzt Prockl. Und wie gefällt den Kindern die Ferienbetreuung? "Voll schön", ruft ein Mädchen, bevor sie weiter saust zum Spielen im Garten.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Karlstadt
  • Markus Rill
  • Alleinerziehende Mütter
  • Betreuung von Kindern
  • Erwachsene
  • Gärten
  • Kinder und Jugendliche
  • Mädchen
  • Schwimmbadbesuch
  • Staaten
  • Stadt Karlstadt
  • Städte
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!