Karlstadt

Karlstadter Verwaltung will digitaler werden

Es gibt keinen Weg vorbei an der Digitalisierung. Die Verwaltung der Stadt Karlstadt will daher weitere Dienste online anbieten. Das spart auf Dauer Zeit und Kosten.
Die Stadt Karlstadt will ihre digitalen Dienste ausweiten. 
Die Stadt Karlstadt will ihre digitalen Dienste ausweiten.  Foto: Uli Deck

Die Stadt Karlstadt will die Digitalisierung vorantreiben. Dies hat sich der neu gewählte Bürgermeister Michael Hombach zum Ziel gesetzt. Die Tagesordnung des Ausschusses für Digitalisierung, Wirtschaft, Verkehr, Stadtentwicklung und Tourismus hatte daher nur einen einzigen Punkt. Den Ausschussmitgliedern wurde ein Überblick über die derzeitigen Digitalisierungsstrategien der Stadt gegeben. 

Wie wichtig für Hombach die Digitalisierung ist, zeigt auch die Umbenennung des Ausschusses. Er erhielt den Zusatz "Digitalisierung". "Diese steht ganz vorne", betonte Hombach auf der Sitzung am Dienstag. "Da müssen wir effizienter werden und unsere Chancen nutzen", meinte er.

Die Digitalisierung hat mehrere Aspekte. Zum einen geht es um den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Die Bürger in der Stadt sollen eine bestmögliche Internet-Versorgung mit Handyempfang haben. Zum anderen will Hombach die digitalen Angebote in der Kommunikation der Verwaltung mit den Bürgern erweitern. Die Umstellung sei am Anfang arbeitsaufwendig, spare aber auf Dauer Kosten und Zeit. Dies wurde mehrfach betont.

Probleme in Heßlar

Jan Binner, Digitalisierungsbeauftragter der Stadt, zog vor dem Ausschuss Bilanz und zeigte auf, was noch zu erledigen ist. "Karlstadt ist in seiner digitalen Infrastruktur gut aufgestellt", meinte er. Probleme gebe es in der Breitband-Versorgung in Rettersbach, Erlenbach, teilweise in Wiesenfeld und auch in Heßlar. Gerade im Stadtteil Heßlar komme der Breitbandausbau nicht wie gewünscht voran. Es werde aber "mit Hochdruck" an einer Lösung gearbeitet, versprach Hombach.

Auch die Stadtverwaltung will digitaler werden: Stichwort "Digitales Rathaus". Bereits seit 2009 gibt es das Bürgerservice-Portal in Karlstadt. Damit können die Bürger Anträge online einreichen und bei kostenpflichtigen Diensten diese auch online bezahlen. Dies werde zunehmend genutzt, meint Binner und verdeutlichte dies am Beispiel der Kommunalwahl in diesem Jahr. Sehr viele Bürger hatten ihre Briefwahlunterlagen per Mausklick angefordert.

Der digitale Bürgerservice ist weiter ausbaufähig. Die Kämmerei habe das Ziel, sämtlichen Zahlungsverkehr elektronisch abzuwickeln. Dies bedürfe am Anfang eines Aufwands, erklärte Binner. Manche Kunden müssten angerufen werden. Aber auch hier gilt, auf Dauer habe man einen großen Gewinn an Kosten und Zeit. 

Sitzungsunterlagen online

Es gilt, alte Gewohnheiten aufzubrechen – auch für die Stadträte. Hombach appellierte an seine Kollegen, das Ratsinformationssystem zu nutzen. Mit diesem bekommen die Stadträte die Sitzungsunterlagen elektronisch zugeschickt. Dazu müssen sie sich anmelden. Dies haben die meisten gemacht, aber nicht alle. Wenn die Unterlagen nicht mehr postalisch zugestellt werden müssen, wäre dies auch ökologisch ein Gewinn, sagte Hombach. Papier könnte gespart werden.

Auch überlege sich die Verwaltung die Einrichtung eines digitalen Einganges. Das würde bedeuten, dass Mitarbeiter sämtliche Briefe oder sonstige Eingaben scannen. Die weitere Verarbeitung erfolge dann in den Abteilungen elektronisch. 

Stadtrat Wolfgang Tröster bat darum, auch an die ältere Bevölkerung zu denken. Viele würden sich schwer tun mit der Digitalisierung. Hombach erwiderte, dass nicht daran gedacht sei, die Älteren abzuhängen, aber die Chancen der Digitalisierung müssten genutzt werden.

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