Burgsinn

Keine neuen Urnengräber auf dem Burgsinner Friedhof

Der Burgsinner Friedhof erhält kein neues Urnengräberfeld.
Foto: Roland Bauernschubert | Der Burgsinner Friedhof erhält kein neues Urnengräberfeld.

Der Burgsinner Friedhof erhält bis auf Weiteres kein neues Urnengräberfeld. Der Marktgemeinderat votierte mit null zu 14 Stimmen gegen einen diesbezüglichen Antrag aus der Bevölkerung. Die geplante Urnenwand wird im kommenden Jahr realisiert und die Grabgebühren für Urnenbestattungen werden angeglichen.

Insgesamt vier Entscheidungen traf der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zur weiteren Gestaltung des Friedhofes. Dabei wollte niemand dem Antrag des ehemaligen Ratsmitglieds Bernhard Schelbert folgen, einen neuen Bereich für Urnenbestattungen zu schaffen, der sich in der Ausgestaltung an den "alten" Urnengräbern, die mittlerweile alle belegt sind, orientiert. Dies hieße, dass die neuen Urnen-Grabstätten mit Grabsteinen und -schmuck gestaltet werden dürften. Der Rat hält vielmehr an seinem im Jahr 2017 verabschiedeten Friedhofskonzept fest, das pflegefreie Urnengräber vorsieht, die keinen dauerhaften Grabschmuck erlauben.

Solcher wird dagegen an der Urnenwand möglich sein, die nach einstimmigen Ratsbeschluss im nächsten Jahr nach einem noch zu erstellenden Entwurf installiert werden soll. Torsten Höfling (BüLi-FB) regte die Diskussion um neue Urnengräber mit dem Vorschlag an, dass man die durch aufgelassene Gräber frei gewordenen Plätze innerhalb der Grabreihen über die im Konzept vorgesehenen pflegefreie Urnenwiese hinaus in Urnenplätze umgestalten könnte. Daraus, so die Befürchtung von Matthias König (CSU-UB), könnte aber ein "Flickenteppich" entstehen.

Nutzungsgebühr festgelegt

Er schlug vor, dass erst, wenn sich durch mehrere nebeneinander befindliche freie Grabstätten ein zusammenhängender Bereich ergebe, ein neues zusammenhängendes Urnenfeld eingerichtet werden solle. Der darauf folgende Beschlussvorschlag von Bürgermeister Robert Herold, Bereiche für weitere Urnengräber punktuell nur auf Flächen von mindestens drei zusammenhängenden freien Grabplätzen zu schaffen, wurde mit sieben zu sieben Stimmen abgelehnt. Mit zwölf Ja- und zwei Nein-Stimmen wurde abschließend die Gebühr für Urnengräber auf einheitlich 1000 Euro für die Nutzung von zehn Jahren fest gelegt.

Mitte Oktober war im Rat die Diskussion um die "Burgsinn-App" neu entbrannt, nachdem Bürgermeister Herold eine Beteiligung Burgsinns am Online-Projekt "Digitale Dörfer", an dem auch alle anderen Allianzgemeinden teilnehmen, angeregt hatte. Nach kontroverser Debatte hatte man die Entscheidung zwischen dem bundesweiten Projekt "Digitale Dörfer" und der eigens entwickelten "Burgsinn-App" des ortsansässigen Programmierers Andy Grothe zunächst nochmal vertagt.

Ein Jahr Testzeit

Jetzt legte Herold einen Kompromissvorschlag vor: Die Marktgemeinde beteilige sich für ein Jahr am Projekt "Digitale Dörfer"und gleichzeitig stelle man die "Burgsinn-App" im Probebetrieb zum Download bereit. Nach einem Jahr solle dann ein Vergleich der jeweiligen Anwenderzahlen und der Nutzerzufriedenheit die Entscheidung über die dauerhafte Einführung der einen oder der anderen App bringen. Mit einer Gegenstimme folgte der Rat dem Vorschlag des Bürgermeisters. Beide Apps stehen den Bürgerinnen und Bürgern voraussichtlich ab Anfang kommenden Jahres zum Download über die gängigen App-Stores zur Verfügung.

Einstimmig votierte das Gremium für eine Beteiligung am Sonderprogramm "Touristische Infrastruktur – Kneipp-Anlagen" des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Burgsinn könnte beispielsweise bei einer Investition von bis zu 20 000 Euro in die Kneipp-Anlage mit einer Förderung von 9000 Euro rechnen, erklärte Bürgermeister Herold. Zur Veranschaulichung legte er einen vom Planungsbüro Toponeo kostenlos erstellten Entwurf vor, der die mögliche Aufwertung der Kneipp-Anlage mit einem Sitzbereich, einer Holzbrücke und einem Armtauchbecken skizziert.

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