Marktheidenfeld

Kita Edith-Stein: Kosten für Außenanlage sind Stadtrat zu hoch

Nach der Sommerpause soll Landschaftsarchitekt Leimeister eine weitere, günstigere Variante für die Außenanlage des Edith-Stein-Kindergartens in Marktheidenfeld vorlegen.

Eine lange Diskussion, die letztlich ohne Beschluss endete, führte der Marktheidenfelder Stadtrat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause über die Pläne und die Kosten für die Neugestaltung der Außenanlage der Kindertagesstätte in der Edith-Stein-Straße. Verärgert äußerten sich einzelne Stadträte wie Burkhard Wagner oder Christian Menig über die von Planer Wolfgang Leimeister errechneten Kosten von 212 177 Euro. Der Haushaltsansatz beträgt lediglich 150 000 Euro. Leimeister erhielt den Auftrag, eine Variante vorzulegen, die diesen Ansatz berücksichtigt.

Dass der Zustand des Außenbereichs, der vor rund 25 Jahren angelegt wurde, schlecht ist, das ist den Stadträten bewusst und machte auch die Auflistung des Landschaftsarchitekten deutlich: Verschlammte beziehungsweise staubige wassergebundene Freiflächen, abgearbeitete Hänge, aus denen das Wurzelwerk schaut, ausfransende Kiesbetten, wenig attraktive Spielgeräte. Leimeister möchte das Gelände neu modellieren, die Hänge steiler machen und bepflanzen und dafür mehr ebene Flächen gewinnen, auf denen beispielsweise eine Nestschaukel, ein Gartenhaus, ein Bodentrampolin und Sitzblöcke stehen könnten.  

Allein für Spielgeräte, Sitzblöcke und Gartenhaus sind 69 000 Euro angesetzt

Dass die Entwässerung ins Geld geht (etwa 22 500 Euro) sahen die Stadträte noch ein, viele fragten sich aber, ob es ein Gartenhaus (18 000 Euro) wirklich brauche und meinten, dass ein Bodentrampolin auch Gefahren berge und ständig beaufsichtigt werden müsse. Allein für Spielgeräte, Sitzblöcke und Gartenhaus sind 69 000 Euro angesetzt.

"Ich würde mir wünschen, dass die Planer die Haushaltszahl als Orientierung nutzen", sagte Martin Harth und auch Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder fand, dass es gut wäre "wenn man zumindest zwei Varianten hat". Andererseits gab es wiederum auch Anregungen, die ins Geld gehen könnten. So möchte Joachim Hörnig prüfen lassen, ob angesichts des Klimawandels und der mit der Bewässerung der Pflanzen verbundenen Arbeit nicht eine Beregungsanlage sinnvoll sei.

In der Stadtratssitzung am 12. September wird Planer Leimeister nun eine alternative Planung präsentieren. Dann wird auch über den Zeitrahmen der Umsetzung zu sprechen sein.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Main-Spessart und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Marktheidenfeld
Joachim Spies
Bewässerung
Bürgermeister und Oberbürgermeister
Edith Stein
Helga Schmidt-Neder
Pflanzen und Pflanzenwelt
Stadträte und Gemeinderäte
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!