Erlenbach

Kita-Neubau könnte in einem Jahr beginnen

Mit dem größten und wichtigsten Projekt der Gemeinde in den nächsten Jahren, nämlich dem Neubau des Kindergartens, befasste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ausführlich. Georg Redelbach stellte dazu gemeinsam mit Architektin Carolin Dahinten von Georg Redelbach Architekten Marktheidenfeld die Fortführung des Plans vor.

Geplant ist das neue Gebäude zweigeschossig mit einer Fläche von jeweils 150 Quadratmetern. Im Erdgeschoss sind drei Krippenräume sowie Küche, Speisesaal und ein Besprechungsraum vorgesehen. Im 1. Stock sind vier Gruppenräume sowie ein Mehrzweckraum und ein Personalraum geplant. Der Zugang zur Kindertagesstätte erfolgt über eine Treppe sowie barrierefrei über eine Rampe. Vom 1. Stock gelangt man über eine Außentreppe in den Garten, die auch als Fluchtweg dient. In einem separaten Nebengebäude ist ein Abstellplatz für Kinderwagen, Spielgeräte und ein Außen-WC angedacht. Nach der Fertigstellung des Neubaus soll der alte Kindergarten abgerissen werden.

Keine zuverlässige Kostenschätzung

Als äußerst schwierig erweisen sich die aktuelle Situation und Preisentwicklung in der Baubranche. Eine zuverlässige Vorhersage der Kosten ist laut Planern aktuell kaum möglich.

Die Überarbeitung des Bauentwurfs hatte zunächst zu einer Reduzierung der Kosten von 7,1 Millionen auf 6,4 Millionen Euro geführt. Die Kostenschätzung des Architekturbüros liegt aktuell nun bei 7,5 Millionen Euro. Das Architekturbüro hatte auf Wunsch dem Gemeinderat neben der Massivbauweise auch eine Modulbauweise vorgestellt und die Kosten auf 9,9 Millionen Euro geschätzt.

Einstimmig beauftragte der Gemeinderat den Bürgermeister, die weiteren Planungen voranzubringen und die Fachplaner einzubeziehen. Laut vorsichtiger Prognose des Architekten könnte der Baubeginn in circa einem Jahr erfolgen.

Simon Pfeuffer, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld stellte dem Gemeinderat den Haushalt für das Jahr 2022 vor. Der Gesamthaushalt beläuft sich auf 7,8 Millionen Euro und gliedert sich in den Verwaltungshaushalt mit 5,5 Millionen Euro und den Vermögenshaushalt mit 2,3 Millionen Euro. Die wichtigsten Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind die Einkommenssteuer (1,63 Millionen Euro), Gewerbesteuer (350.000 Euro) und Schlüsselzuweisungen (861.300 Euro). Größte Ausgaben sind Umlagebelastungen (1,68 Millionen Euro) und Personalkosten (1,43 Millionen Euro). Im Verwaltungshaushalt kann im laufenden Haushaltsjahr 2022 voraussichtlich ein Überschuss in Höhe von 627.872 Euro erwirtschaftet werden.

Pro-Kopf-Verschuldung steigt auf 1200 Euro

Auf der Aufgabenseite im Vermögenshaushalt ist die wichtigste Investition der Neubau des Kindergartens (150.00 Euro in 2022) sowie die Sanierung verschiedener Ortsstraßen in Erlenbach und Tiefenthal, unter anderem die Sanierung der Ortsdurchfahrt Tiefenthal (416.000 Euro Restkosten in 2022), die Platzgestaltung "Obere Gasse" in Tiefenthal (120.000 Euro in 2022), die turnusmäßige Kamerabefahrung der Abwasserkanäle (50.000 Euro in 2022), der Bau der Urnengräber und der Urnenwände (150.000 Euro), die Sanierung der Wirtschaftswege (50.000 Euro), die Sanierung von Wasserleitung, Kanal- und Straßenbau an der alten Kläranlage (126.500 Euro) und der Ankauf von Bauland (300.000 Euro).

Für den Vermögenshaushalt ist in diesem Jahr eine Kreditaufnahme von einer Million Euro erforderlich. Der Schuldenstand der Gemeinde betrug zum 1. Januar 2022 2,14 Millionen Euro und steigt zum 1. Januar 2023 auf 2,96 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt von 875 Euro auf 1210 Euro. Die Rücklagen belaufen sich auf 778.509 Euro. Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Haushaltssatzung für das Jahr 2022 und die Mittelfristplanung.

Weitere Themen waren die probeweise Sperrung des Weges mit der Flur.-Nr. 10020, der als Zufahrt zur Grünabfalldeponie genutzt wird. Hier will der Gemeinderat prüfen, ob das Auftragen einer gröberen Schotterschicht die Staubbelastung verringert oder bewegliche Boller die Durchfahrt einschränken können.

Einstimmig befürwortete der Gemeinderat den Glasfaserausbau im Ort für Haushalte und Wohnungen durch die GlasfaserPlus. Hierzu wird es für die Bürgerinnen und Bürger Informationsveranstaltungen geben. Für den Glasfaserausbau im Gewerbegebiet beauftragte das Gremium das Büro Dr. Först Consult mit der Beantragung der entsprechenden Fördermittel.

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