Zellingen

Kläranlage trotz Corona wieder im Regelbetrieb

Viel Strom verschlingt der Betrieb der Kläranlage in Retzbach, seit Jahren produziert sie aber auch Strom: Über eine Photovoltaikanlageanlage auf dem Gebäude mit Netzeinspeisung und dem mit Faulgas betriebenen Blockheizkraftwerk. Eine weitere Photovoltaikanlage ist geplant. Trotzdem blieb in der Verbandsversammlung offen, ob ein kleineres Fahrzeug als E-Auto oder mit einem Verbrennungsmotor beschafft wird.

Beim großen Betriebsfahrzeug ist es keine Frage, dass auch das neue einen Dieselantrieb haben wird. Das in die Jahre gekommene bisherige Betriebsfahrzeug soll für jährlich maximal 6300 Euro durch ein Leasingsfahrzeug ersetzt werden. Für den benötigten Pritschenwagen mit Kranaufbau gibt es bisher Angebote vom VW-Händler Spindler und der Mercedes-Werksvertretung, beide aus Würzburg.

Im Haushalt sind weitere 10 000 Euro für den Kauf eine Zweitfahrzeuges eingestellt. Das würde für ein gebrauchtes Mehrzweckfahrzeug wie einen Hochdachkombi reichen, nicht aber für ein kleines E-Auto. Abwassermeister Thomas Hemmelmann erklärte, auch ein reiner Pkw könnte sinnvoll sein als Dienstfahrzeug für Außentermine und Tagungen, dass dann nicht nach Kläranlage riechen würde. Grundsätzlich wäre dann ein Kleinwagen ausreichend.

Leasing oder Kauf eines Fahrzeugs

In der Diskussion bot VG-Vorsitzender Stefan Wohlfart einen solchen an, das derzeitig Dienstfahrzeug der Verwaltungsgemeinschaft (VW Polo Cross-Country), die dank Ladesäule im Hof auf ein E-Auto umstellen wird. Vorsitzenden Herbert Hemmelmann war nicht interessiert, ein 13 Jahre altes Auto mit über 100 000 Kilometern auf dem Tacho lasse bald teure Reparaturen erwarten. Letztlich wurde der Vorsitzende in Rücksprache mit dem Abwassermeister mit dem Leasing beziehungsweise Kauf eines Fahrzeugs beauftragt.

Eine Vertragserweiterung und drei Rechnungen genehmigte die Versammlung nachträglich. Für Wartung und Prüfung der Faulgasanlage hat der Verband im Juli 2019 einen Wartungsvertrag mit der Firma Klärgastechnik abgeschlossen. Dieser wurde nun um die alle vier Jahre vorgeschriebene Druckprüfung erweitert, was rund 4000 Euro zusätzlich kostet.

Rechnungen mussten genehmigt werden

Die Revision des Tauchmotorrührwerks am Faulschlammspeicher durch die Firma Babinsky aus Würzburg kostete 5110 Euro. Für Ersatzteile des Spiralförderers stellte die Firma TMG Maschinenbau aus Speinshart 4250 Euro in Rechnung. Die Erneuerung der WC-Spülkästen in der Kläranlage durch die Firma Behr aus Retzbach schlug mit 3020 Euro zu Buche. Diese drei Rechnungen mussten von der Versammlungen genehmigt werden, weil sie den Verfügungsrahmen des Vorsitzenden von 3000 Euro überschreiten.

Zum Thema Corona-Pandemie informierte der Vorsitzende Herbert Hemmelmann, dass die Kläranlage seit 8. Juni wieder im normalen Betrieb geführt wird, allerdings mit Hygiene- und Abstandsregeln wie Masken und Desinfektionsmittel. Zuvor war am 20. März auf ein Zweischicht-System mit wöchentlichem Wechsel der Schichten zwischen Kläranlage und Homeoffice umgestellt worden.

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