Lohr

Klinikum MSP spendet für Krankenhaus in Malawi

Freudig nimmt Dr. Thumbs (Zweiter von rechts) symbolisch einen kleinen Teil der Spende entgegen.
Foto: Sandra Höflich | Freudig nimmt Dr. Thumbs (Zweiter von rechts) symbolisch einen kleinen Teil der Spende entgegen.

Der orthopädische Chefarzt Dr. Andreas Fleischmann ist sehr zufrieden: „Durch die Umstrukturierungen, die in unseren Kliniken stattgefunden haben, sind voll funktionsfähige OP-Liegen und Operationsinstrumente überschüssig. Dass diese Dinge nun eine zweite Karriere in Malawi antreten, freut mich sehr.“ Das teilt das Klinikum in einem Pressebericht mit.

Alles Dinge, die im St.-Gabriel- Hospital in Namitete in Malawi, Ostafrika, dringend gebraucht werden. Das kleine Krankenhaus liegt etwa eine Stunde westlich der Hauptstadt Lilongwe und wird regelmäßig von Dr. Alexander Thumbs besucht. Thumbs ist Chirurg und arbeitet heute als ärztlicher Gutachter beim MDK Bayern. Er reist aber weiterhin jedes Jahr für mehrere Wochen nach Malawi, um dort zu helfen.

Thumbs und seine Familie haben von 2008 bis 2011 in Malawi gelebt und kennen die Situation dort deswegen sehr gut. Festzustellen war immer wieder, dass die medizinische Ausstattung in vielen Bereichen notdürftig ist, so die Mitteilung. Notwendige Untersuchungen konnten oft nicht gemacht werden, weil Geräte und Ausstattung entweder fehlten oder nicht ordnungsgemäß funktionierten.

„Hier wollten wir Abhilfe geschaffen. Wir kennen uns alle aus einer gemeinsamen Zeit am Juliusspital in Würzburg und sind auch danach in Kontakt geblieben. Dr. Thumbs hat uns regelmäßig von seinen Reisen erzählt und auch Fotos geschickt. Deshalb war für uns sofort klar, dass auch wir einen Teil zur Unterstützung leisten wollen. Das ist uns nun gelungen“, berichtet Lars Käfer, Oberarzt Chirurgie.

„Für die Menschen ist es immer wichtig, zu wissen, wohin die Spenden kommen und wofür sie verwendet werden. Das gilt nicht nur für Sachspenden wie diese. Durch meine Kontakte vor Ort kann ich sicher sein, dass die Dinge, die das Klinikum spendet, auch wirklich dort ankommen, wo sie benötigt werden“, ver. „Hier fehlt es schon an kleinen Dingen wie zum Beispiel Behandlungsliegen, die man gut nach unten absenken kann, damit die Patienten nicht noch auf die Liege hochkrabbeln müssen,“ erklärt Dr. Thumbs.

Auch der ärztliche Direktor des Klinikums Main-Spessart,Dr. Matthias Schneider, ist erfreut: „Wir sind froh darüber anderen Menschen helfen zu können.“

Zusammen mit einer Spedition für Entwicklungszusammenarbeit und der luxemburgischen Stiftung Zitha e.V. erfolgt die Verschiffung bereits in den nächsten Wochen. „Das ganze Team vor Ort wird sehr dankbar sein für die neuen Mittel“, versichert Dr. Thumbs.

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