Trennfeld

Klostersee Trennfeld: Sportfischer schaffen Laichplätze

Beim Anpflanzen der Sumpf-Seggen arbeiteten Familienmitglieder eng zusammen, um das Infektionsrisiko zu minimieren. 
Foto: Stefanie Engelhardt | Beim Anpflanzen der Sumpf-Seggen arbeiteten Familienmitglieder eng zusammen, um das Infektionsrisiko zu minimieren. 

Die Corona-Pandemie stellt auch den Sportfischerverein Trennfeld vor große Herausforderungen. Die gesamte Jahresplanung ist Makulatur und kann so nicht durchgeführt werden. Das jährliche Fischerfest, ein fester Bestandteil im Terminkalender der Trennfelder Sportfischer, zu dem jährlich um den ersten Mai zahlreiche Besucher gekommen sind, musste im letzten Jahr schon ausfallen und kann auch in diesem Jahr vorerst nicht stattfinden.   

Auch die für Januar geplante Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen wurde jetzt auf den 15. Juli verschoben. Bei der Jahreshauptversammlung wird es einige Neuerungen geben, da Vorstandssprecher Eduard Michel aus Altersgründen  nicht mehr kandidiert. Auch der Vorstand der Fischerei, Hartmut Hoh, kann bedingt durch berufliche Aufgaben diese Position nicht mehr erfüllen. Doch es wurden bereits neue, sehr zuverlässige Mitglieder gefunden, die sich dieser Aufgabe stellen und die sich der Unterstützung der ausscheidenden Vorstandsmitglieder sicher sein können.

Eine große Aufgabe für die alte Vorstandschaft ist es noch, Laichmöglichkeiten für Friedfische wie Rotaugen, Rotfedern, Schleien und Karpfen in Klostersee in Trennfeld zu schaffen, da Graskarpfen die Bepflanzung als Leckereien auf ihren Speiseplan geschrieben und dieser sehr zugesetzt haben.  

Die kleinen, jungen Friedfische sind dann wieder wichtig für Hecht und Barsch. Fehlen also die Wasserpflanzen, sind keine Laichplätze für Friedfische vorhanden und somit auch kein Auskommen für Hecht und Barsch.

Wasserpflanzen aus Teich in Maidbronn übergesiedelt

Edi Michel wandte sich an den Bezirk Unterfranken und den Musterbetrieb der Teichwirtschaft in Maidbronn. Leiter Dr. Wolfgang Silkenat und Teichmeister Matthias Schäffner boten sofort ihre Unterstützung an. In den Teichanlagen in Maidbronn musste ein Teich trocken gelegt werden, da ein neuer Damm gebaut werden muss. In diesem Teich waren sehr viele Sumpf-Seggen und weitere Wasserpflanzen, die sich der Sportfischerverein Trennfeld für den Klostersee holen konnte, da diese sonst entsorgt würden. Also wurde eine Win-Win-Situation geschaffen. Ein Arbeitstrupp der Sportfischer holte in Maidbronn 150 große Büsche der Sumpf-Segg-Pflanzen und ein zweiter Arbeitstrupp setzte diese Pflanzen an verschiedenen Stellen im Fischwasser des Klostersees ein. Zu einem späteren Zeitpunkt werden auch noch Unterwasserpflanzen als Kinderstube für die Jungfische eingebracht, die auch aus dem Beispielbetrieb der Teichwirtschaft in Maidbronn abgeholt werden können. Allerdings haben diese Pflanzen jetzt noch keine Triebe gebildet, weshalb sie schlecht im Gewässer auszumachen sind.

Das Ufer des Klostersee fällt sehr schnell ab, die Mitglieder des Sportfischervereins mussten daher besonders vorsichtig sein.
Foto: Stefanie Engelhardt | Das Ufer des Klostersee fällt sehr schnell ab, die Mitglieder des Sportfischervereins mussten daher besonders vorsichtig sein.

Wert auf Corona-Regeln gelegt

Am Freitag ist aber die erste Pflanzaktion sehr gut gelungen. Mit Wathosen ausgestattet und immer auf Abstand bedacht haben die Helfer die Uferböschung bepflanzt, immer mit der Sorge, in das Wasser abzugleiten, da hier teilweise sofort tiefes Gewässer erreicht wird. Aber es hat geklappt. Niemand fiel in das Wasser, die Abstandsregeln wurden eingehalten und Corona-Test fielen im Vorfeld negativ aus.

Jetzt ist der See für das Angeln bis zum 16. April zunächst einmal gesperrt. Das Anfischen am 17. April kann beginnen. Edi Michel appellierte in der Vereinszeitung noch einmal an die Mitglieder, den Mindestabstand von 5 Meter einzuhalten und Gruppenbildung zu vermeiden. Der Badebetrieb im Sommer ist von dieser Pflanzanktion nicht betroffen.

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