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Kommentar: Direktnachrichten aus dem Rathaus sind nicht unabhängig

Auf Facebook, Instagram oder per Podcast versuchen Kommunalpolitiker heute, Menschen zu erreichen. Wer ihnen folgt, sollte die Inhalte aber kritisch hinterfragen.
Ein städtischer Newsletter kann die kritische, unabhängige Berichterstattung einer Redaktion nicht ersetzen.
Foto: Tobias Hase/dpa | Ein städtischer Newsletter kann die kritische, unabhängige Berichterstattung einer Redaktion nicht ersetzen.

Die Stadtratsunterlagen vor der Sitzung komplett veröffentlichen, das machen nur wenige Kommunen. Mario Paul steht mit seiner neuen Praxis im Landkreis nicht alleine da, die meisten Städte und Gemeinden handhaben den Informationsfluss ähnlich. 

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Die Rathäuser haben im Jahr 2021 ganz andere Möglichkeiten, um mit ihren Bürgern zu kommunizieren, als noch vor einigen Jahren. E-Mail-Newsletter, Podcasts, Live-Streams – die Politiker im Landkreis nutzen diese Kanäle, und dazu muss man ihnen gratulieren. Sie versuchen, den Bürger dort zu erreichen, wo er eh schon einen großen Teil seiner Zeit verbringt. 

Wer seinem gewählten Vertreter in den sozialen Netzwerken folgt, muss sich aber klar machen: Auf diesen Kanälen hat der Bürgermeister die Deutungshoheit. Unangenehme Aspekte, kritische Stimmen oder Fehltritte kann ein Politiker hier problemlos unter den Tisch fallen lassen. Hier hat der Absender Hausrecht.

Ein städtischer Facebookauftritt oder Newsletter kann die kritische, unabhängige Berichterstattung einer Redaktion nicht ersetzen. Dass die Presse alle notwendigen Informationen erhält, um umfassend über Kommunalpolitik berichten zu können, ist daher unerlässlich.

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