Marktheidenfeld

Krankenhaus Marktheidenfeld: Wie geht es weiter?

Die Planungen zur Nachnutzung des Marktheidenfelder Krankenhauses waren eingeschlafen. Jetzt stellte Klinikreferent René Bostelaar neue Ideen vor. Zu wenige, fand ein Kreisrat.
Wie sieht eine Nachnutzung des Marktheidenfelder Krankenhauses aus? Dazu sprach Klinikreferent René Bostelaar im Kreistag. Die Lösung könnte auch die Schüler des Bildungszentrums für Pflegeberufe betreffen, wie hier auf einem Archivbild. Es könnten Unterkünfte für sie geschaffen werden. 
Foto: Anja Hildenbrand | Wie sieht eine Nachnutzung des Marktheidenfelder Krankenhauses aus? Dazu sprach Klinikreferent René Bostelaar im Kreistag.

Von Marktheidenfeld als Krankenhausstandort hat man in den vergangenen Monaten nur in einem Zusammenhang gehört: der Corona-Teststrecke. Kein Wunder. Während inzwischen bis zu 200 Corona-Tests am Tag möglich sind, seien in der Hochphase der Pandemie zum Teil keine Patienten in der geriatrischen Reha erlaubt gewesen, sagte Klinikreferent René Bostelaar am Montagmorgen im Werkausschuss des Eigenbetriebes Klinikum Main-Spessart. 

Ebenfalls hinten anstellen musste man die Planungen für die Krankenhausnachnutzung. "Uns holt im Moment gerade etwas die Pandemie ein", gestand Landrätin Sabine Sitter. Trotzdem hatten die beiden Nachrichten. 

Ein Baustein der Gesundheitsversorgung in Marktheidenfeld

Ziel bleibt es weiterhin, das Marktheidenfelder Krankenhaus zu einem Gesundheits- und Pflegekompetenzzentrum weiterzuentwickeln. Das Grobkonzept sehe eine Mischung aus ambulanten medizinischen und sonstigen Maßnahmen vor sowie Büros für Reha oder Physiotherapie. Dazu habe man sich bereits mit drei Firmen getroffen. Den Förderantrag werde man jetzt schnellstmöglich stellen, um das Modellprojekt anzustoßen, "als ein Baustein der Gesundheitsversorgung in Marktheidenfeld", so Bostelaar. 

Des weiteren müssten die ehemaligen OP- und Intensivstationen entkernt werden, damit Praxisräume für die Nahversorgung der Marktheidenfelder und natürlich auch Facharztpraxen angeworben werden können. Diese sollen Diagnosen und Therapien im ambulanten Bereich durchführen. Dazu gehöre, Strukturen für eine radiologische Abteilung inklusive MRT und einen aseptischen OP zu schaffen. 

Unterkunft für Pflegeschüler

Wirklich neu ist ein anderes Vorhaben. Im direkten Umfeld des Krankenhauses soll es zwei Neubauten geben. Zum einen wolle man am schon bestehenden Bildungszentrum anbauen, so Bostelaar. Dort sollen Mitarbeiter des Gesundheitsamts mit den Schwerpunkten Gesundheitsförderung und Prävention angesiedelt werden.

Zum anderen brauche der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes und die Wasserwacht ein neues Quartier. Dies könnte direkt gegenüber des Krankenhauseingangs entstehen. Es soll eine Fahrzeughalle geben und Büro- und Lagerflächen, die auch vom Bildungszentrum gemietet werden können. "Hier kann man super Synergien schaffen", so Bostelaar. Zudem soll in den Bau ein Boarding-House, also eine Unterkunft für die Schüler der Pflegeschule. 

So bewerten Marktheidenfelder Kreisräte die Maßnahmen

Thomas Stamm, Marktheidenfelder Bürgermeister und ebenfalls Ausschuss-Mitglied, bewertete die Pläne als positiv und bat, diese doch mit Nachdruck zu verfolgen. Deutlicher wurde da Christian Menig (UGM). "Das sind höchstens flankierende Maßnahmen", so der Kreisrat und 2. Bürgermeister Marktheidenfelds. Bei der Nachnutzung des Krankenhauses sei noch nichts konkret, obwohl der Kreistag seit 2015 ein Nachnutzungskonzept wolle. Über ein MRT rede man auch schon seit Jahren. Er forderte: "Butter bei die Fische, und zwar zeitnah."

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