Zellingen

Kunsthalle in Zellingen wurde zum sommerlichen Malzentrum

Die Malkurse in den Sommerferien in der Kunsthalle in Zellingen waren ungemein produktiv und fanden Teilnehmer aus der ganzen Region – trotz Arbeit unter Corona-Bedingungen.
Das Ergebnis lobt die Kreativen: Die Teilnehmer der Sommer-Malkurse mit den Kursleitern (vorne, von links) Renate Hünig, Wieland Jürgens sowie Akademische Malerin und  Roswitha Vogtmann im Garten der Kunsthalle Zellingen.
Foto: Barbara Wolf | Das Ergebnis lobt die Kreativen: Die Teilnehmer der Sommer-Malkurse mit den Kursleitern (vorne, von links) Renate Hünig, Wieland Jürgens sowie Akademische Malerin und  Roswitha Vogtmann im Garten der Kunsthalle ...

Es war ein Test in Coronazeiten. Drei Kunstschaffende fanden sich zusammen und hatten die Idee, in der Kunsthalle in Zellingen einen Sommermalkurs anzubieten. Das Ergebnis war für sie selbst verblüffend. Die drei unterschiedlichen Acrylkurse waren so erfolgreich, dass sie im nächsten Jahr wiederholt werden sollen – dann hoffentlich nicht mehr unter Corona-Bedingungen.

 Auch für die breite Öffentlichkeit wird Einblick möglich sein: Am Tag der offenen Tür im Herbst besteht die nächste Gelegenheit, die sechs Ateliers mit zeitgenössischen Bildern zu bestaunen. Wann und unter welchen Rahmenbedingungen dies stattfinden wird, wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.

Der freischaffende Künstler und Kunsterzieher Wieland Jürgens, dem das Anwesen seit 1987 gehört, hat in Zellingen in der Kunsthalle ein individuelles Kunstzentrum der Malerei mit einem daran anschließenden ansprechenden Garten geschaffen, das seinesgleichen sucht. Jürgens vermittelte in seinem Atelier für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer quasi in einem Crash-Kurs die Grundlagen der Acrylmalerei und ihre Anwendung.

Hauptthema war das gegenständliche Malen mit Acrylfarben, das in einem Stillleben oder einer erkennbar dargestellten Szene Ausdruck fand. Zuerst wurde jedoch mit einigen Vorübungen begonnen, der Hintergrund besprochen und mit Farbmischungen experimentiert.

Mit Malerei "Freude ins Leben bringen"

Die Kunstpädagogin Renate Hünig hatte sich zum Ziel gesetzt, mit Malerei "Freude ins Leben zu bringen". Sie war 20 Jahre Kunsterzieherin und hat seit 2011 eines der sechs Ateliers in der Halle angemietet. Hünig begann mit den Kursteilnehmerinnen und –teilnehmern die unterschiedlichen Materialien in der Bildgestaltung auf handgeschöpftem Papier und Leinwand vorzustellen und einzusetzen. Aus zwei oder drei Leinwänden wurden kleine Bildserien gestaltet. Mit Spachteltechnik und Seidenpapier entstand abstrakte Bildgestaltung mit drei Grundfarben und Mischungen auf Leinwand.

Den dritten Malkurs leitete die akademische Kunstlehrerin Roswitha Vogtmann, die ebenfalls in einem der Ateliers malt. Sie hatte das Motto: "Kreativ sein heißt experimentierfreudig zu sein – Mut haben, etwas Neues auszuprobieren". Es wurden Pigmente mit Acrylbindemittel gemischt, mit Erden aus der Region vermischt und zum Bild verarbeitet. Mit Spachteltechnik und Seidenpapier entstanden Crasheffekte. Experimentiert wurde zudem mit Fließtechnik (Pouring).

Bei allen hat die regelmäßige Bildbesprechung die individuelle Arbeit der jeweiligen Malerinnen und Maler unterstützt. Am vierten Tag präsentierten die Teilnehmenden dann in einer Ausstellung ihre Werke im Garten. Dabei besuchten sich die Gruppen mit Mundschutz gegenseitig. Es gab viel zu staunen und zu bewundern. Natürlich wurde sowohl bei den Kursen wie auch bei der Präsentation auf Abstand und Hygieneregeln geachtet.

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