Gemünden

Landwirte an Rützel: Umwelt- und Klimaschutz sind nicht allein Thema der Landwirtschaft

Einen Brief an Bundesumweltministerin Svenja Schulze nahm der SPD-Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel von den Landwirten Hubert Handel, Nadine Kübert, Christian Endres und Michael Herrmann entgegen
Einen Brief an Bundesumweltministerin Svenja Schulze nahm der SPD-Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel von den Landwirten Hubert Handel, Nadine Kübert, Christian Endres und Michael Herrmann entgegen Foto: Barbara Thiel

Einen Brief mit etlichen Fragen zu Umwelt-, Klima- und landwirtschaftlichen Themen überreichten Anfang der Woche Landwirte aus Main-Spessart an den SPD-Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel. Hintergrund war der im Mai von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) vorgestellte Bericht zur Lage der Natur. Darin wird festgestellt, dass Pflanzen und Tiere vor allem in Agrarräumen gefährdet sind, während sich die Natur andernorts in Deutschland erholt. Für den Bericht wurde zwischen 2013 und 2018 der Zustand von Tieren, Pflanzen und Lebensräumen erfasst, die über europäische Richtlinien geschützt sind, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

"Einen Generalverdacht gegenüber unseren Landwirtinnen und Landwirten, welchen übrigens auch unsere Umweltministerin Schulze nicht geäußert hat, lehne ich entschieden ab", bekräftigte Rützel. Er und seine Parteikollegen schätzten die Arbeit der Landwirte und sehen auch die Herausforderungen, vor denen sie stehen. Dazu gehörten unbestritten der Klimawandel und der Verlust der Artenvielfalt, für welche nicht alleine die landwirtschaftliche Nutzung verantwortlich gemacht werden könne, so der Abgeordnete. Lichtverschmutzung, Bodenversiegelung oder Freizeitaktivitäten des Menschen, wie sie auch im Bericht genannt würden, seien ebenso Gründe für die Veränderungen in Umwelt und Natur.

Ökonomischer Ertrag stand lange im Vordergrund

"Die von den Landwirten geäußerten Bedenken zu ihrer beruflichen Zukunft und zum Ansehen der Landwirtschaft innerhalb der Gesellschaft nehme ich sehr ernst", erklärte Rützel. Zu lange sei – auch von der Politik – eine Landwirtschaft verlangt worden, die rein auf den ökonomischen Ertrag ausgerichtet wurde. Zukünftig müssten Leistungen für das Allgemeinwohl, wie beispielsweise Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität, zum Erosionsschutz oder Humusaufbau, mit eingepreist werden oder im Subventionssystem mehr Berücksichtigung finden. "Das hilft letztlich nicht nur der Natur, sondern auch unseren Landwirten, die von ihrer Arbeit leben können müssen", so der Abgeordnete.

Der Austausch habe laut Mitteilung wieder einmal gezeigt, dass direkte Kommunikation der beste Weg sei, um gegenseitiges Verständnis zu fördern, waren sich die Gesprächspartner einig.

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