Karlstadt

Leserforum: Landrätin muss die Küche sichern

Zum Artikel "Was wird aus der Küche?", erschienen am 26. Januar, erreichte die Redaktion folgende Leserzuschrift:

Landrätin muss den Verbleib der Küche sichern! Der frühere Kreistag hat gravierende Entscheidungen getroffen, die die Krankenhausstruktur im Landkreis auf völlig neue Beine stellten. Die langen schwierigen Beratungen wurden in dem Verantwortungsbewusstsein geführt, mehr Qualität und bessere medizinische Versorgung zu gewährleisten.

Das schnelle Aus für den Standort Karlstadt wurde mit der Option getragen, das Krankenhausgelände zusammen mit der Herold-Stiftung zu einem gemeinsamen Gesundheitsstandort mit gemeinwohlorientierter Nachnutzung zu entwickeln. Der Erwerber des Krankenhauses hat auch eine belastbare gemeinwohlorientierte Nachnutzungsverpflichtung für einen Zeitraum von zehn Jahren akzeptiert (Sitzung Werksausschuss 20. Juli 2018). Hierzu zählte auch die Küche mit einer Fläche von 436 Quadratmetern, die in verbindliche Nachnutzungsmietverträge gemäß dem notariell beurkundeten Angebot des Erwerbers aufgenommen werden sollte.

Da sich die Nachnutzungsmodalitäten insbesondere der Verbleib der Küche jedoch hinzogen, hat die SPD-Fraktion eine Aussprache im Kreistag am 19. Januar 2019 beantragt und im Januar 2020 nochmal nachgehakt. Hier war die letzte Aussage, die Küche, für die es zeitweise Überlegungen nach Verlegung in den Keller (technisch schwierige Betonwanne) gab, bleibt, wo sie ist.

Dass der Verbleib der Küche jetzt nochmals in Frage gestellt ist, ist ein starkes Stück. Zum einen bin ich sehr enttäuscht, dass die Beschlüsse des vorigen Kreistages wohl nicht rechtsfest gemacht wurden, zum anderen, dass aus dem Vorstand der Heroldstiftung, Vorsitzender vormals Thomas Schiebel, jetzt Sabine Sitter, kein eindeutiger Einsatz für den Verbleib der Küche geleistet wurde und wird.

Mit der Heroldstiftung verbindet sich ein hoher Pflege- und Qualitätsanspruch, zu dem auch eine gute direkte Versorgung mit einer eigenen Küche gehört. Sabine Sitter ist jetzt nicht nur Landrätin, sondern auch Vorsitzende der Heroldstiftung und somit in zweifacher Weise Sachwalterin für diese Einrichtung. Ich erwarte daher, dass zuvorderst die eigene Küche gesichert wird und des Weiteren ein verlässliches Konzept für die künftige Entwicklung der Heroldstiftung mit einem Neubau, mit Erfüllung der Einzelzimmerquote, zu erfüllen bis 2024, vorangebracht wird.  

Heidi Wright

97753 Karlstadt

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