Höllrich

Leserforum: B 27 ist Rennstrecke für Schwerlastverkehr

Zum Artikel „Sattelzug war zu schnell unterwegs“ vom 17. September erreichte die Redaktion folgende Leserzuschrift:

Dass diese Geschwindigkeitsüberschreitung in der Mainpost einen Platz bekommt, freut mich einerseits, andererseits ist dies absolute Normalität!

Als Höllricher Bürger könnte man jeden Tag solche Dreizeiler über zu schnell fahrende Lkws mit ausländischem Kennzeichen der Redaktion übergeben. Seit der Einführung der Lkw-Maut und den andauernden Bauarbeiten auf der Autobahnstrecke Hammelburg-Abfahrt bis Weibersbrunn-Abfahrt, ist die B 27 die inoffizielle "Rennstrecke für Lkws", um Zeit aufzuholen, Staus zu umgehen und Maut (nachweislich!) zu sparen. Und das alles auf Kosten der Anwohner von Höllrich.

Dass wir als Ortsbewohner dies beurteilen können, liegt auf der Hand, da das Verkehrsaufkommen durch Höllrich enorm und verglichen mit den letzten zehn Jahren um ein Vielfaches gestiegen ist. Zwei Bushaltestellen befinden sich in der Ortsmitte und am Anfang von Höllrich, die an Schultagen zu bestimmten Zeiten von Kindergartenkindern, Schulkindern und Nutzern des ÖPNV stark frequentiert werden. Auch die Überquerung der B 27 in diesen Bereichen ist unabdingbar – für junge Schulkinder jeden Tag ein Abenteuer! Weiterhin ist der Überquerungsverkehr von Passanten, Pkws und Landwirtschaftlichen Fahrzeugen dementsprechend vorhanden, der stellenweise durch das hohe Verkehrsaufkommen zu größeren Wartezeiten zwingt.

Nichts desto trotz, um hier einen Riegel vorschieben zu können, müsste halt mehr passieren... !?

Kann man nicht präventiv vorgehen, bevor hier erst wieder was passieren muss? Offizielle Zahlen des Verkehrsflusses liegen bereits Jahre zurück und sind veraltet. Auch die Verkehrsmessungen im Ortsteil wurden erst auf Fordern der Gemeinde seit kurzem wieder mehrmals durchgeführt. Dass diese Messungen nur bedingt – lediglich während der Geschwindigkeitsmessung selbst – einen positiven Effekt zeigen, ist jedem Fahrzeuglenker bewusst. Bereits während den Aufbauarbeiten werden Warnsignale an die Verkehrsteilnehmer von anderen Fahrern weitergegeben. Dass dann nur "Traumtänzer" in die Geschwindigkeitsfalle "stürzen" ist natürlich auch jedem klar... Dennoch werden diese Zahlen zu Grunde gelegt und verfälschen das Gesamtbild.

So gesehen, wird es wohl so bleiben, dass Höllrich mit dem stark gestiegenen Schwerlastverkehr weiterleben muss. Oder, die von uns gewählten regionalen Politiker aus Land- und Bundestag würden sich der Sache in ihrem Wahlkreis annehmen.

Warten, dass was passiert, um Zahlen für Maßnahmen den verantwortlichen Stellen vorweisen zu können – das kann definitiv nicht die Lösung sein.

Axel Höfler,
97783 Höllrich

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