Helmstadt

Leserforum: Trinkwasser in Gefahr, und wer bezahlt die Rechnung?

Zum Artikel "Bürgerprotest: Helmstadt will nicht zu Würzburgs Mülldeponie werden" (vom 12. November) erreichte die Redaktion folgender Leserbrief.

„Unser Trinkwasser ist ein unersetzbarer Baustein gesunder und ausgewogener Ernährung…“, schreibt die WVV auf ihrer Internetseite und weiter: „...die geringen Niederschlagsmengen führen in der Region zu einem deutlichen Rückgang der Quellschüttungen und Grundwasserstände“. In diesem Zusammenhang ist es mir unerklärlich, wie sich die WVV in einem Artikel in der Main-Post für den Betrieb einer Giftmülldeponie (DK1-Deponie hört sich aber weniger gefährlich an) in einem möglichen Trinkwassereinzugsgebiet von Würzburg aussprechen kann.

Natürlich verspricht die Firma Beuerlein als Betreiber einer möglichen Deponie, dass die erwähnte Folie „langfristig“ hält. Vor einigen Jahrzehnten wurde aber auch erklärt, dass es problemlos möglich sei, Flachdächer „langfristig“ abzudichten. Es wird interessant, wie sich die Firma Beuerlein, die WVV und die politischen Mandatsträger in einigen Jahren äußern, wenn man feststellt, dass man sich „leider“ geirrt hat. Es ist meiner Meinung schlichtweg verantwortungslos, an diesem Ort eine Deponie zu planen!

Natürlich muss der ganze „Müll“ entsprechend entsorgt werden, und es werden möglicherweise entsprechende Deponien benötigt, aber wie ist es überhaupt zu verantworten, dass ein privatwirtschaftliches und damit gewinnorientiertes Unternehmen solch eine verantwortungsvolle Aufgabe, wie die Entsorgung dieser gefährlichen Stoffe, übernehmen soll? Die Entsorgung giftiger Stoffe muss die öffentliche Hand übernehmen.

Wozu Profitgier in der Abfallentsorgung führen kann, mussten wir alle leider schon im Schotterwerk Aub erleben. Sollte also in einigen Jahren das Trinkwasser der Würzburger Quellen belastet und nicht mehr als Trinkwasser zu verwenden sein, wer kommt dann für den Schaden auf? Die Firma Beuerlein, die mit dem Betrieb der Deponie gutes Geld verdient? Oder etwa die verantwortlichen Personen in Politik und Verwaltung, die in diesem Zusammenhang verantwortungslos und ohne jeglichen Weitblick eine öffentliche Aufgabe an einen privaten Unternehmer abgegeben  haben?

Ich denke, WIR Bürger wissen WER die Rechnung bezahlt!

Jochen Kees

97264 Helmstadt

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