Langenprozelten

"Liebe ist segnenswert": Segensfeier in Langeprozelten

Burkhard und Edith Fecher und Sebastian Walter (von links) sprachen den Segen für alle anwesenden Paare und Einzelne aus, musikalisch untermalt von Thorsten Kapperer am Keyboard.
Foto: Nadja Kapperer | Burkhard und Edith Fecher und Sebastian Walter (von links) sprachen den Segen für alle anwesenden Paare und Einzelne aus, musikalisch untermalt von Thorsten Kapperer am Keyboard.

Rund 50 Teilnehmer folgten der Einladung zur Segensfeier #liebegewinnt am 10. Mai in die Langenprozeltener Kirche St. Wendelin, heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter. Der Gottesdienst war Teil einer deutschlandweiten Reaktion auf das Segensverbot für homosexuelle Paare, das kürzlich vom Vatikan bekräftigt wurde. An über 100 Standorten von Hamburg bis München wurde an diesem Abend solch eine Segensfeier begangen. Der 10. Mai wurde deshalb gewählt, weil dieser Tag laut ökumenischem Heiligenlexikon der Gedenktag des Noah ist. Er ist in der Bibel der Stammvater aller Geschlechter.

Zur Langenprozeltener Segensfeier luden Pastoralassistent Sebastian Walter und die drei Pastoralreferenten Edith und Burkhard Fecher sowie Thorsten Kapperer ein. Die vier pastoralen Mitarbeiter aus dem Pastoralen Raum Gemünden übernahmen auch die musikalische Gestaltung.

Es waren ausdrücklich alle eingeladen: Paare, aber auch Einzelpersonen, die für ihren Weg oder den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen. Dies kam auch in den Liedern, den biblischen Texten und Gebeten zum Ausdruck. So etwa in dem eigens für diesen Anlass neu aufgelegten Lied "Liebe gewinnt" der Kölner Band Brings.

Jesus ging ohne Vorurteile auf Menschen zu

Edith und Burkhard Fecher machten in ihrer Predigt deutlich, dass Jesus ohne Barrieren und Vorurteile auf Menschen zugegangen sei, weil er sich selbst von Gott und seinen irdischen Eltern geliebt wusste. In dieser Tradition sei es nicht zu akzeptieren, dass Menschen abgestempelt werden. Wenn sie sich lieben und Verantwortung füreinander übernehmen, dürfe ihnen der Segen für ihre Beziehung nicht verweigert werden.

Im Mittelpunkt der Segensfeier stand dann ein Segensritus, bei dem den Anwesenden Gottes Segen zugesprochen wurde. Dies bekräftigten sie dann gegenseitig durch eine Geste der Zuneigung.

Die Verantwortlichen zeigten sich sehr zufrieden: "Wir wollten mit dieser Segensfeier deutlich machen, dass Liebe immer segnenswert ist. Daher freuen wir uns, dass so viele Leute da waren und sich so solidarisch mit dem Anliegen der Segensfeier zeigten. Zudem wollten wir unseren Beitrag dazu leisten, dass das Thema der Segnung homosexueller und anderer Paare in der katholischen Kirche weiter diskutiert wird", so die vier Verantwortlichen laut der Pressemitteilung.

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