Lohr

Lohr: Dekanatskantor Mark Genzel seit 25 Jahren an der Orgel

Dekan Till Roth (links) würdigte die Verdienste von Dekanatskantor Mark Genzel, der sein 25-jähriges Dienstjubiläum feierte.
Foto: Thomas Josef Möhler | Dekan Till Roth (links) würdigte die Verdienste von Dekanatskantor Mark Genzel, der sein 25-jähriges Dienstjubiläum feierte.

"Mark Genzel hat die evangelische Kirchenmusik in Lohr und Umgebung weiterentwickelt" – Dekan Till Roth würdigte im Gottesdienst die Leistungen des Dekanatskantors, der sein 25-jähriges Dienstjubiläum feiern konnte. Am 1. April 1996 trat er seinen Dienst an, der sich zu gleichen Teilen auf die Lohrer Kirchengemeinde und das Dekanat erstreckt.

Welche Leistungen Genzel in dieser Zeit erbracht habe, lasse sich gar nicht angemessen würdigen, meinte Roth. Durch das sonntägliche Spiel Genzels sei die Lohrer Gemeinde "sehr verwöhnt". Der Dekan betonte, er sei immer wieder beeindruckt, wie Genzel die Verkündigung durch die Musik mitgestalte. Was gesagt werde, nehme er durch sein Orgelspiel auf und verstärke es. Das sei eine "wunderbare Ergänzung". Wort und Musik seien die gemeinsame Verkündigung des Evangeliums.

Neu: Projektchor Gottesdienst

Demnächst, sobald die Corona-Pandemie es zulässt, will Genzel laut einem Interview im evangelischen Gemeindebrief projektbezogenes Arbeiten und Regelmäßigkeit unter einen Hut bringen. Das neue kirchenmusikalische Vorhaben heißt "Projektchor Gottesdienst". Er soll sich nach seinen Worten anlassbezogen treffen, aber in durchaus immer wieder wechselnden Besetzungen für Kontinuität bei der Ausgestaltung der Gottesdienste sorgen.

"Hier möchte ich mit singfreudigen Menschen und mit Instrumentalistinnen und Instrumentalisten keine großen Werke, sondern schöne Musik für die Liturgie, für den Gottesdienst einüben", sagte der Dekanatskantor.

Ferner möchte er die Konzertarbeit außerhalb von Lohr intensivieren. Schöne Kirchenräume mit bedeutenden historischen Orgeln wie beispielsweise in Zeitlofs und Geroda oder die Christuskirche im Staatsbad Brückenau böten sich hierfür an.

Gut vorangekommen ist die Erweiterung sowie klangliche und technische Modifikation der Orgel in der Lohrer Auferstehungskirche. Gegenüber unserem Medienhaus sagte Till Roth, dank vieler großzügiger Spenden sei jetzt bereits die zweite von drei geplanten Finanzierungsstufen für das Projekt "Orgeltöne" erreicht worden. Von den benötigten 39 000 Euro seien gut 24 000 Euro bereits vorhanden.

Prozessionsstation in Kirche

In den letzten zwei Wochen hätten die Arbeiten an der Orgelerweiterung begonnen. An Ostern werde voraussichtlich das neue Register "Trompete 8" im Pedal erstmals erklingen. Laut Roth sollen die restlichen Mittel in einem "Endspurt" unter anderem durch Patenschaften für Orgelpfeifen eingeworben werden.

Dekan Roth zeigte sich "froh und dankbar", dass die Kirchen "zu Ostern keine Ruhepause verordnet bekommen haben". Die Menschen brauchten gerade an diesem höchsten christlichen Feiertag Trost und Ermutigung. Die Gottesdienste gäben den Menschen Kraft.

In seiner Predigt ging Roth auf das "Letzte Abendmahl" ein, eine Station der katholischen Lohrer Karfreitagsprozession, die derzeit in der Auferstehungskirche steht. Es sei ein "wunderbarer Einfall" gewesen, die Prozessionsstationen über die Altstadt und die Stadtteile zu verteilen. So könnten die Gläubigen die Prozession sozusagen abschreiten.

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