Lohr

Lohr: Rechtenbacher Straße wird für ein Jahr zum Nadelöhr

Die Rechtenbacher Straße in Lohr wird in wenigen Wochen für rund ein Jahr zum Nadelöhr. Der Abschnitt zwischen dem Autohaus Karpf und dem Aldi-Markt wird generalsaniert. Die Kosten liegen bei rund 2,17 Millionen Euro.
Foto: Johannes Ungemach | Die Rechtenbacher Straße in Lohr wird in wenigen Wochen für rund ein Jahr zum Nadelöhr. Der Abschnitt zwischen dem Autohaus Karpf und dem Aldi-Markt wird generalsaniert. Die Kosten liegen bei rund 2,17 Millionen Euro.

Die Rechtenbacher Straße wird ab Mitte/Ende Mai zum Nadelöhr. Dann beginnt die Generalsanierung des rund 330 Meter langen Teilstücks zwischen Autohaus Karpf und der Abzweigung zum Aldi-Markt. Die Arbeiten dauern rund ein Jahr.

Während dieser Zeit ist die Straße nur halbseitig befahrbar, wobei eine Ampel den Verkehrsfluss steuern wird. Zum Ende hin wird der Abschnitt für das Asphaltieren komplett gesperrt.

Zuschlag an Firma Grümbel

Den Auftrag für die Generalsanierung vergab der Lohrer Stadtrat in seiner Sitzung einstimmig an die Gössenheimer Firma Grümbel. An der Ausschreibung hatten sich von zehn angefragten Firmen drei beteiligt. Das Angebot der Firma Grümbel war mit einem Volumen von 2,165 Millionen Euro das wirtschaftlichste. Die Kosten teilen sich Stadtwerke, Stadt und Staatliches Bauamt.

Wie Matthias Sattler, der technische Leiter der Stadtwerke, in der Sitzung erklärte, ist der unter der Rechtenbacher Straße verlaufende Kanal schon jetzt überlastet. Hinzu kommt, dass der Anschluss der Gemeinde Rechtenbach an die Lohrer Kläranlage geplant ist, was größere Kanaldurchmesser erfordert.

In welchem Maß sich die Gemeinde Rechtenbach an den Kosten des Kanalbaus beteiligt, ist noch zu verhandeln. Daneben werden auch Gehwege, Trinkwasser- und sonstige Versorgungsleitungen erneuert sowie Leerrohre für Glasfaserkabel verlegt.

Kein Platz für Radweg

Einen Radweg wird es entlang der viel befahrenen Bundesstraße allerdings auch in Zukunft nicht geben. Dafür sei nicht genug Platz, erklärte Bürgermeister Mario Paul. Auch ein kombinierter Geh- und Radweg werde an dieser Stelle wegen des starken Schwerlastverkehrs nicht empfohlen. Überdies würde sich durch einen breiteren Gehweg der Kostenanteil der Stadt erhöhen, was bei der Finanzlage der Stadt problematisch wäre, so Paul. Schon der für das laufende Jahr für den städtischen Anteil im Haushalt eingestellte Betrag von 110 000 Euro werde nicht ausreichen, weswegen es im kommenden Jahr einen Nachschlag geben müsse.

Bärbel Imhof (Grüne) sah im Verzicht auf einen Radweg eine "vertane Chance". Auch ihre Fraktionskollegin Mathilde Lembach drückte mit Verweis auf Förderprogramme für den Radwegbau ihr Bedauern aus.

Paul indes erklärte, dass künftig der Radverkehr durch den Brunnenwiesenweg gelenkt werden solle. Dort sei es für Radfahrer sicherer. Eventuell werde es für den Radverkehr später eine Verbindung vom Brunnenwiesenweg zum Aldi-Markt geben.

Am Parken ändert sich nichts

An der immer wieder als problematisch empfundenen Parksituation in der Rechtenbacher Straße soll sich laut Paul auch nach der Generalsanierung des nun bevorstehenden zweiten Bauabschnitts nichts ändern. Begründung des Staatlichen Bauamtes sei, dass die am Fahrbahnrand parkenden Fahrzeuge das Tempo des rollenden Verkehrs reduzierten.

Reduzieren soll sich auch die Lärmbelästigung der Anwohner. Wie Bürgermeister Mario Paul erklärte, wird sogenannter "Flüsterasphalt" verbaut. Er soll die Abrollgeräusche um zwei Dezibel verringern.

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