Lohr

Lohrer Schulzentrum: Alltag funktioniert, Eisspeicher nicht

Der Alltag am Lohrer Nägelsee-Schulzentrum verläuft trotz aller coronabedingten Einschränkungen derzeit ohne größere Probleme.
Foto: Thomas Josef Möhler | Der Alltag am Lohrer Nägelsee-Schulzentrum verläuft trotz aller coronabedingten Einschränkungen derzeit ohne größere Probleme.

Der Alltag im Lohrer Nägelsee-Schulzentrum verläuft trotz aller coronabedingten Einschränkungen derzeit ohne größere Probleme. Das haben die Schulleiter Bernd Rottenbacher (Gymnasium) und Susanne Rinno (Mittelschule) am Montag der Versammlung aus Stadt- und Kreisräten für den Zweckverband berichtet, der das Schulzentrum verwaltet.

Die Lohrer Stadt- und Kreisrätin Bärbel Imhof (Grüne) erfuhr von Rottenbacher, dass die Lüftungsanlage im Gebäudekomplex läuft und eigentlich das coronabedingte Stoßlüften ersetzen könnte. Dennoch würden die Klassenzimmer immer wieder gelüftet – aus "psychologischen Gründen". Nach den Worten Rinnos ist das Lüften "mehr ein Eltern-, weniger ein Schüler- und Lehrerproblem".

Im Schulalltag ist laut Rottenbacher nicht der Klassenunterricht ein Problem, sondern das Mischen von Gruppen, was eigentlich unterbleiben sollte. So müssten etwa die evangelischen Schüler aus den vier Klassen der 5. Jahrgangsstufe für den Religionsunterricht zusammengefasst werden, was auch zu einer "gewissen Mobilität" im Haus führe.

Kein Werteunterricht

Das Kultusministerium habe zwar einem "Werteunterricht" jenseits des Religionsunterrichts zugestimmt, um die Klassenverbände nicht auflösen zu müssen. Davon habe man aber keinen Gebrauch gemacht, berichtete Rottenbacher. Denn die Rahmenbedingungen für diesen Werteunterricht seien komplex und für den konfessionellen Religionsunterricht stünden ausreichend große Räume zur Verfügung.

Susanne Rinno äußerte sich, ebenfalls auf Nachfrage Imhofs, zufrieden mit der Lehrersituation. Die Mittelschule habe fünf sogenannte Teamlehrer bekommen, also Lehramtsstudenten oder Studenten nach dem 1. Examen. "Das funktioniert überraschend gut", so die Schulleiterin. Die fünf Teamlehrer arbeiteten "top", von den Eltern habe sie keinerlei Beschwerden gehört.

Ob im Frühjahr das digitale Homeschooling geklappt habe und alle Schüler, auch die aus nicht so begütertem Haus, ein Tablet oder einen Laptop hätten, erkundigte sich FW-Stadt- und Kreisrätin Brigitte Riedmann (Lohr). Das sei noch nicht der Fall, aber die Schulen des Zentrums seien, was Leihgeräte angehe, "gut ausgestattet", erklärte Andreas Frech, der neue Geschäftsführer des Zweckverbands.

Hallenbad wieder geschlossen

Das sahen auch die beiden Schulleiter so. "Homeschooling ist jederzeit möglich", sagte Rektorin Rinno. Es sei allerdings nicht einfach gewesen sei, an die Leihgeräte zu kommen, berichtete Rottenbacher: Die Antragstellung habe wegen unterschiedlicher Voraussetzungen in den Programmen von Bund und Land "etwas von einem bürokratischen Monster gehabt".

Ein weiteres Problem war laut Rinno, dass es keine Regeln des Kultusministeriums gibt, wer als bedürftig einzustufen ist. Die Mittelschule habe deshalb Verträge mit den Eltern "zusammengebastelt" und Schülern Leihgeräte mit nach Hause gegeben. Diese seien nach dem Ende des Homeschoolings wieder zurückgegeben worden.

Von einem "Wechselbad der Gefühle" sprach Andreas Frech mit Blick auf das Hallenbad des Schul- und Sportzentrums. Dieses war nach den Sommerferien mit einem Hygienekonzept wieder eröffnet und laut Frech "sehr gut angenommen" worden. Wegen des aktuellen Teil-Lockdowns ist es jetzt wieder geschlossen.

Nach dem Eisspeicher neben dem Hallenbad, einem Kernstück des neuen Energiekonzepts, erkundigte sich Brigitte Riedmann. Dieser sei der Zweckverbandsversammlung vor der Generalsanierung des Gebäudekomplexes als "zukunftsweisende Innovation angepriesen worden". Frech musste einräumen, dass er noch nie richtig funktioniert hat.

Innenleben erneuert

Aktuell sei man "auf einem guten Weg". Das Innenleben des Eisspeichers sei "nochmals ausgebaut" worden. Noch in dieser Woche solle er mit Wasser gefüllt werden. Auf die Frage Riedmanns, ob es Hoffnung gebe, dass er funktioniere, antwortete Frech: "Er muss."

Zur Haftungsfrage, die Riedmann ansprach, sagte der Geschäftsführer: "Irgendwann ist eine Mängelgewährleistung zu Ende."Bei einigen Gewerken sei man bereits darüber hinaus.

Der Eisspeicher, ein Kernstück des Energiekonzepts für das Schulzentrum, wird immer noch repariert. Er hat noch nie richtig funktioniert.
Foto: Thomas Josef Möhler | Der Eisspeicher, ein Kernstück des Energiekonzepts für das Schulzentrum, wird immer noch repariert. Er hat noch nie richtig funktioniert.
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