Lohr

Lohrer SPD will neue Wege zu jungen Menschen finden

„Wir können mehr als zufrieden auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken“, fasste der Ortsvorsitzende Sven Gottschalk die Arbeit der Lohrer Sozialdemokraten 2014 des letzten Jahres bei der ersten, für alle Mitglieder der Lohrer SPD offenen Vorstandssitzung zusammen.

Sehr zufrieden war der Ortsverein mit der Arbeit der SPD-Stadträte. Beim Bau der neuen Stadthalle hätten sie mit Weitsicht agiert. Im Hinblick auf die bald zu Ende gehende Bauphase an der Halle an der Gärtnerstrasse wünscht sich der Ortsverein eine Nutzungskonzeption und Koordination mit den Aktivitäten durch den Stadthallenmanager.

Auch die Entwicklung beim Thema Verbesserung und Vernetzung der Jugendarbeit in Lohr erfreut den SPD-Ortsverein. Die Stelle des Stadtjugendpflegers ist im Haushalt und im Stellenplan enthalten. Der runde Tisch zum Thema „Familien, Kinder und junge Menschen in Lohr“ habe sich mit zwei Treffen etabliert. Das Ergebnis der Befragung von Vereinen und Elternbeiräten muss noch weiter bearbeitet werden. „Die Ideen und Vorschläge für eine erfolgreiche Zusammenarbeit aller Beteiligten sind sehr zahlreich. Darauf lässt sich gut aufbauen“, sagte SPD-Stadträtin Ruth Emrich, die als Elternbeiratsvorsitzende der Grundschule Sackenbach Teil des runden Tisches ist. Der nächste Runde Tisch findet am 26. Januar im Neuen Rathaus statt. Dabei wird Winfried Pletzer vom Bayerischen Jugendring ein Grundlagen-Input für die Jugendarbeit einer Stadt wie Lohr geben.

Thema Wirtschaftsstandort

Die SPD werde weiterhin an einer familienfreundlichen Stadt arbeiten, die auch für junge Familien als Wohnort in den Fokus rückt, ergänzte die stellvertretende Vorsitzende Tanja Treml.

Lohr müsse als Wirtschaftsstandort wieder an Attraktivität gewinnen. Der Ende des letzten Jahres erhaltene „Geldsegen“ in Form einer Schlüsselzuweisung habe zwar zunächst eine geringere Verschuldung der Stadt zur Folge, sei aber als Warnsignal für die Wirtschaftskraft einer Kommune zu sehen.

Eine große Herausforderung für die Stadt und ihre Bürger sieht die Lohrer SPD im Thema „Asyl“. Erstmals werde Lohr im Jahr 2015 Flüchtlinge aufnehmen. Dank der rechtzeitigen Einberufung eines runden Tisches, dem zielorientierten Handeln in den vier Arbeitsgruppen und dank der in der Bevölkerung großen Bereitschaft, die Integration zu unterstützen, sei die Stadt auf einem guten Weg.

Besorgt blickt der Ortsverein dagegen auf die weitere Entwicklung bei Bosch Rexroth. Für alle Beschäftigten sei es wünschenswert, dass es nicht zu betriebsbedingten Kündigungen kommt. Betriebsrat und Geschäftsleitung stehen im Wort, alles für den Fortbestand und die Weiterentwicklung des Standortes Lohr und die damit verbundene Arbeitsplatzsicherung zu tun.

Nach Berichterstattung von Kreisrätin Ruth Steger über die wichtigen Landkreis-Themen Schulen und Kliniken, fordert der Ortsverein die notwendige Weitsicht. Im Hinblick auf den demografischen Wandel sei Kirchturmpolitik die falsche Antwort. Für das Klinikum Main-Spessart sei es aus finanzieller Sicht nicht länger hinzunehmen, an der bisherigen Situation festzuhalten. Damit verspiele der Landkreis die Chance, eine hochwertige medizinische Versorgung an einem zentralen Ort zu gewährleisten, die von den Bürgern in Anspruch genommen würde.

Bewegung nötig

Für den stellvertretenden Vorsitzenden Frank Duckstein steht neben der Kommunalpolitik die Glaubwürdigkeit in der Landes- und Bundespolitik der SPD im Vordergrund. Für Gottschalk bedeutet dies, dass die SPD als Partei auf die Menschen zugehen muss. „Wir sollten uns auch über neue Formate Gedanken machen, die junge, diskussionsbereite Menschen anziehen.“ Pressemitteilungen, Infostände, eine Homepage und/oder eine Facebook Seite seien zwar wichtige Elemente des Informationstransfers, reichten aber zur Wiederbelebung des Vertrauens in die Politik nicht aus. „Wer etwas bewegen will, muss sich selbst bewegen!“, so Gottschalk.

Die nächste offene Vorstandssitzung ist für 25. Februar in Steinbach geplant. Hauptthema wird die Vorbereitung der Vorstandswahlen im März sein. Der Vorstand werde bis dahin auch über die Besetzung von Arbeitsgemeinschaften wie AFA (Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen), ASF (Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen), Arbeitsgemeinschaft selbst aktiv (Menschen mit Behinderung) und die Arbeitsgemeinschaft 60 plus nachdenken. Für Anliegen aus der jüngeren Generation soll es einen Juso-Beauftragten geben. Für Diskussionsbedarf beim Thema Gleichstellung gibt es die Arbeitsgemeinschaft Schwule und Lesben in der SPD. In den Arbeitsgemeinschaften können auch Nichtmitglieder aktiv werden.

Informationen zu den Arbeitsgemeinschaften www.spd.de/partei/netzwerk/15864/ag_ak_foren_teaser.html

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