Zellingen

Mainlände soll neues Gesicht bekommen

Grundsätzlich neu gestaltet werden soll die Zellinger Mainlände. Unter anderem könnte sich der Bereich mit dem massiven Sitzsteinen verändern. Konkretes steht bislang aber nicht fest. 
Foto: Jürgen Kamm | Grundsätzlich neu gestaltet werden soll die Zellinger Mainlände. Unter anderem könnte sich der Bereich mit dem massiven Sitzsteinen verändern. Konkretes steht bislang aber nicht fest. 

Was wäre der richtige Standort für einen grünen Markt oder Wochenmarkt in Zellingen? "Fragen sie ihre Lieben daheim", sagte Marktmeister Roland Sperber im Ausschuss für gesellschaftliche Entwicklung und gab den Räten damit schon fast eine Hausaufgabe auf.

Grundsätzlich kommen für einen solchen Markt an einem Wochentag in Zellingen vier Bereiche in Frage: Am neuen Rathaus, am Spätzplatz, am Schulplatz oder unter der alten Mainbrücke. Generell wichtig ist für die Marktkaufleute, dass Strom und Wasseranschlüsse vorhanden sind. Nicht nur für die Besucher wären auch Toiletten in der Nähe wünschenswert.

Mit 100 fahrenden Händlern gesprochen

Seit der letzten Ausschusssitzung hatte der Marktmeister mit rund 100 fahrenden Händlern gesprochen. Nicht alle würden zu einem Wochenmarkt nach Zellingen kommen, die Grenze wird meistens bei 30 Kilometer Anfahrt gezogen. Für einen solchen Markt ist ihnen nicht nur die Technik wichtig, viele sprachen auch von einem gewissen Marktfeeling, wozu zum Beispiel Musik oder ein Essen von einem Foodtruck beitragen könnten.

In der Diskussion zog Gemeinderat Rudi Röder den Kreis für die Händler sogar noch enger. Ihm schwebt vor, dass es sich vor allem um Erzeuger (Bäcker, Metzger, Bauern, Winzer, Schnapsbrenner) aus dem Bereich der VG Zellingen handelt. Jürgen Keller war überzeugt, ein Wochenmarkt müsse zuerst für die Kunden attraktiv sein, dann würde er auch für die Händler interessant. Entschieden ist freilich noch nichts und die Zeit drängt auch nicht.

Beschwerden über Parksitten

"Das ist das zweithäufigste Thema, das bei mir aufschlägt", sagte Bürgermeister Stefan Wohlfart, als der Punkt Verkehrskonzepte im Markt Zellingen behandelt wurde. Sowohl zum fließenden Verkehr als auch den Parksitten gäbe es immer wieder Beschwerden. Er selbst sprach zwei kleine Bereiche an: Soll der Anwandweg am Friedhof künftig noch mit Autos befahren werden dürfen oder Radfahrern  und Fußgängern vorbehalten sein, ähnlich wie es der Weg auf die neue Mainbrücke schon ist.

Das andere Thema ist die mit Pfählen blockierte hintere Gasse. Das sei vor vielen Jahren gemacht worden, um den Abkürzungsverkehr zur alten Mainbrücke zu unterbinden. Doch diese ist seit ihrer Sanierung für den Autoverkehr gesperrt. Manche Anwohner parkten auch ihre Autos vor den Pfählen, doch dann ist die Straße auch die Feuerwehr blockiert, die Schlüssel hat, um die Pfosten entfernen zu können.

Gemeinderat Wieland Gsell kündigte noch einen Antrag für ein Radwegkonzept von den Grünen an. Zudem berichtete er, dass ihm auf dem Heimweg von der Sitzung am Vortag in einer eigentlich reinen Fußgängerunterführung ein Mercedes entgegenkam, vermutlich da der dortige Absperrpoller zugunsten die Winterdienste entfernt war.

Infosäule für Touristen?

Um ein Jahr zurückgestellt wurde vom Ausschuss die Entscheidung über die Beschaffung einer Infosäule für den Innenhof vor der Zellinger Bücherei. Rund 15 000 bis 20 000 Euro inklusive Aufstellung hätte das gekostet, bei fraglicher Nutzung durch Touristen. Er sei kein Freund dieser Säulen mit ihrer "Parallelwelt" sagte Gemeinderat Stefan Herrmann. Zur Verfügung steht damit nämlich ein Informationssystem im Zusammenarbeit mit dem "Zwei-Ufer-Land".

Verworfen wurden auch entsprechende Info-Displays für den Foyer-Bereich des Rathauses. Rudi Röder schlug vor, Info-Seiten für Displays im Rathaus bekämen sicher auch die hauseigenen IT-Fachleute hin.

In Angriff genommen werden soll dagegen eine Neugestaltung der Zellinger Mainlände, die auch über die LAG Wein, Wald, Wasser, gefördert werden könnte. Hierzu sollen zwei bei drei Planungsbüros gefragt werden, wie die Tourismusbeauftragte Melanie Herbst sagte, hätten außenstehende oft einen ganz anderen Blick auf solche Bereiche. Es kamen aber auch Vorschläge aus dem Gremium. Rudi Röder erinnerte an einen früheren Vorschlag für eine "Riveria Zellingen". Stefanie Heßdörfer fand, der Bereich der Bachmündung, wo derzeit Sitzsteine stehen, würde sich auch für einen Sandstrand eigenen. Zu klären ist auch noch, um welchen Abschnitt es eigentlich insgesamt geht – bis zum Spielplatz, bis zur Thomas-Glock-Straße oder gar bis zum Schwimmbad?

Grundstück für Waldkindergarten

Die Gemeinde verfüge über ein geeignetes Grundstück hieß es zu einem möglichen Waldkindergarten. Das sei in der Fraktionssprecherrunde angesprochen worden, berichtete Bürgermeister Stefan Wohlfart. Auch der Elternbeirat des Zellinger Kindergartens könne sich das vorstellen. Allerdings sei er persönlich gegen eine kleine Lösung mit nur einer Gruppe. Jürgen Keller regte eine Elternbefragung zum Interesse an. Zudem wird der Bürgermeister mit den Vertretern der Trägervereine sprechen, wozu auch der Familienbeirat eingeladen werden soll.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Main-Spessart und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Zellingen
Jürgen Kamm
Fußgänger
Gesellschaft und Bevölkerungsgruppen
Händler
Kunden
Landwirte und Bauern
Markt Zellingen
Sanierung und Renovierung
Stadträte und Gemeinderäte
Standorte
Verkehr
Weingärtner
Wieland Gsell
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!