Marktheidenfeld

Stadtrat Keller fordert Neustart für Marktheidenfeld

Sitzt für ProMar im Marktheidenfelder Stadtrat: Ludwig Keller.
Foto: ProMAR | Sitzt für ProMar im Marktheidenfelder Stadtrat: Ludwig Keller.

Vergangene Woche kaufte die KRE Group, ein Bamberger Immobilienentwicklungsunternehmen, offiziell das ehemalige Udo Lermann-Areal in Marktheidenfeld. Der Marktheidenfelder Stadtrat Ludwig Keller (ProMar) fordert in einer Stellungnahme, dies als Startpunkt für einen neuen Spirit der nachhaltigen Weiterentwicklung von Marktheidenfeld zu sehen.

"Das Kaufhaus Lermann ist Symbol einer Ära, die man als 'Marktheidenfelder Gründerzeit' bezeichnen kann. Braun, Warema und Udo Lermann: Sie begründeten Marktheidenfelds Ruf als Industriestandort und Einkaufsstadt.

Politische Triebkraft dieser Gründerzeit war vor allem Albin Niklaus. Der Landrat des Landkreises Marktheidenfeld realisierte nicht nur den Bau eines neuen Krankenhauses oberhalb der Kreisstadt, sondern setzte sich auch dafür ein, dass Marktheidenfeld mit weiterführenden Schulen ausgestattet wurde. Und so brachte der Altkreis Marktheidenfeld eine weitgehend neuwertige Infrastruktur in den damals neuen Landkreis Main-Spessart ein.

Keller: Marktheidenfeld hat noch Potenzial

Lesen Sie auch:

Main-Spessart profitiert bis heute von den Geldern, die von hier in den Kreishaushalt fließen. Allerdings ist die Substanz der Segnungen aus der Marktheidenfelder Gründerzeit nach fünfzig Jahren verbraucht. Seit Jahren harren Gymnasium und Realschule Markheidenfeld der dringend notwendigen Erneuerung. Der für den Schulunterhalt zuständige Landkreis Main-Spessart scheint die Marktheidenfelder Schulen auf seinem Sanierungsplan vergessen zu haben. 

Heute steht das Schicksal des weitgehend leerstehenden Krankenhauses in den Sternen. Beschlüsse zur Nachnutzung werden nicht umgesetzt. Landrätin und Klinikleitung haben anscheinend Wichtigeres zu tun, als auf Resolutionen aus Marktheidenfeld zu antworten. Was ist aus den Versprechungen einer breitgefächerten medizinischen Nachnutzung geworden, mit denen einst Marktheidenfelder Kreispolitiker ihre Zustimmung zur Auflassung des örtlichen Krankenhauses begründeten?

Wenn der Verkauf des Lermann-Areals symbolisch für das Ende einer Ära steht, so kann dessen Neugestaltung auch Auftakt für einen Neustart sein. In Marktheidenfeld steckt nach wie vor Potential. Den Geist der Gründerzeit in einen neuen Spirit für eine nachhaltige Weiterentwicklung zu verwandeln, könnte allen Widrigkeiten zum Trotz ein erfolgversprechender Ansatz sein."

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Main-Spessart und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren / Autorinnen
Marktheidenfeld
Bau
Gymnasien
Infrastruktur
Ludwig Keller
Realschulen
Udo Lermann
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (3)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!