Glasofen

Mathilde Tributh feierte 99. Geburtstag

Ihren 99. Geburtstag feierte Mathilde Tributh in Glasofen. Zu den Gratulanten zählten auch erster Bürgermeister Thomas Stamm (links) und die Söhne Gerhard und Jürgen.
Ihren 99. Geburtstag feierte Mathilde Tributh in Glasofen. Zu den Gratulanten zählten auch erster Bürgermeister Thomas Stamm (links) und die Söhne Gerhard und Jürgen. Foto: Gerhard Schmitt

Ihren 99. Geburtstag feierte Mathilde Tributh, geborene Wolz, am 29. Juli in Glasofen zusammen mit ihren Söhnen Gerhard und Jürgen sowie ihrer Familie und im Kreis lieber Nachbarinnen bei guter Gesundheit.

Ihren Ehemann Herbert hat die Jubilarin 1949 geheiratet. Leider verstarb er viel zu früh.

Viele Jahre hat Mathilde Tributh in Marktheidenfeld gewohnt. Schmunzelnd erzählt sie, dass sie ihren Ehemann auf dem Schulweg nach Marktheidenfeld in die Hauswirtschaftsschule auf der Mainbrücke kennengelernt hat.

Er erzählte ihr, dass er jeden Tag einen Spaziergang auch durch Glasofen mache, ihr aber noch nicht begegnet sei. Prompt lud sie ihn ein, und er besuchte sie am darauffolgenden Sonntag. So lernte das Paar sich kennen und lieben.

In Glasofen besuchte sie die Volksschule. Das Geburtstagskind hat zwölf Jahre im evangelischen Pfarramt Marktheidenfeld gearbeitet. Noch heute liest sie täglich die Zeitung, oft auch ohne Brille, und sie kocht gerne für die beiden Söhne.

Gekonnt trug sie einige Gedichte aus ihrer Kindheit und Jugendzeit vor. Noch zu ihrem 95. Geburtstag hatte sie selbst ein Gedicht geschrieben, das mit den Zeilen endete ". . . und gibt es einmal ein Malheur, wer Sorgen hat, hat auch Likör!"

Sie erzählte auch, dass die Kriegsjahre schlimm waren: "Es gab keinen Tanz und man konnte nicht ausgehen." Und sie erinnerte sich, dass sie Briefe an unbekannte Soldaten an der Front schreiben mussten. Hunger musste sie aber zum Glück nicht leiden, da sie auf einem Bauernhof aufwuchs.

Die Glückwünsche und ein Präsent der Stadt Marktheidenfeld überbrachte erster Bürgermeister Thomas Stamm. Für den Seniorenclub Glasofen gratulierte die Vorsitzende Anneliese Schäfer, die die Jubilarin zu einem Kaffeekränzchen in den nächsten Tagen mit Pfarrer Reinhold Völler einlud.

Nach ihrem Lebensmotto gefragt, antwortete Mathilde Tributh: "Ich habe es genommen, wie es gekommen ist." Und für ein Foto mit dem "jungen Bürgermeister", wie sie sagte, war sie gerne bereit.

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