Kreuzwertheim

Mehr Mitsprache für Angehörige

Einstimmig hat der Marktgemeinderat Kreuzwertheim am Dienstag der Einführung eines Zulassungsverfahrens für bestimmte Arbeiten auf den Kreuzwertheimer Friedhöfen zugestimmt. Der Beschluss ist vorerst auf drei Jahre befristet, dann möchte man das neue Verfahren evaluieren und neu entscheiden.

Entsprechend wurden Änderungen der Satzung über die Benutzung des Friedhofs und der Bestattungseinrichtungen sowie der Friedhofsgebührensatzung einstimmig beschlossen. Betroffen sind das Ausheben und Verfüllen des Grabes bei Erd- und Urnenbestattungen, Kinder- und Tiefgräbern, die eventuell erforderlichen Fundamentherstellungen, Urnenbeisetzungen sowie das Abräumen und Umbettungen.

Bisher hatte die Marktgemeinde dazu ein festes Unternehmen beauftragt und die Kosten über die Gebührensatzung abgerechnet. Nun können sich verschiedene Firmen um die Arbeiten bewerben. Die Angehörigen beauftragen dann selbst eines der zugelassenen Unternehmen und rechnen auch direkt mit diesem ab. Das ermöglicht den Auftraggebern, alle Bestattungsleistungen selbst zu vergeben.

Neues Bauland in Wiebelbach ist vorstellbar

Ebenso einstimmig fasste das Gremium einen Grundsatzbeschluss über Flächen an der Ortsrandlage von Wiebelbach. Hier soll geprüft werden, ob diese als Bauland ausgewiesen werden können. Anlass für die Entscheidung war der Antrag eines Bürgers, zu prüfen, ob dort eine Wohnbebauung möglich ist. Das von ihm angedachte Grundstück liegt jedoch im Außenbereich und wäre somit nach bisheriger Rechtslage nicht genehmigungsfähig.

Bürgermeister Klaus Thoma erklärte, eventuell könnte über eine Einbeziehungssatzung Baurecht geschaffen werden. Damit würden die Grundstücke planerisch dem Ortskern zugerechnet. „Eine Einzelbebauung des Grundstücks kann dort planerisch nicht erfolgen, weshalb eine maßvolle Nachverdichtung der bestehenden Siedlungsstruktur in Erwägung gezogen wird“, so Thoma. Die Entscheidung, ob eine Bebauung möglich ist, liegt bei der Baurechtsbehörde des Landkreises. Eine entsprechende Prüfung wurde noch nicht veranlasst.

Weiter seien die Frage der Erschließung insbesondere mit Zufahrt, Wasser und Abwasser sowie naturschutzrechtliche und grünordnerische Maßnahmen und die damit verbundene Kostentragung zu klären. Der Gemeinderat beschloss nun, dass man sich eine Bebauung auf den entsprechenden Grundstücken generell vorstellen kann. Das Gremium beauftragte die Gemeinde, mit den betreffenden Grundstückseigentümern Gespräche hinsichtlich Interesse und Kostenübernahme zu führen. Die Räte sprachen sich im Falle einer Erschließung des Gebiets für einen Bauzwang aus.

Nächtliche Betonanlieferungen sind weiterhin möglich

Ebenso einstimmig stimmten die Räte dem Antrag der Heidelberg Beton Main-Tauber Unterwittbach auf nochmalige Verlängerung der Genehmigung zur Änderung der Betriebszeiten zu. Die Genehmigung umfasst die Erlaubnis zur befristeten Ausweitung der Betriebszeiten auf die Zeit von 22 bis 6 Uhr bis zum 31. Dezember 2023. Der Antrag des Unternehmens steht in Zusammenhang mit einem Auftrag der Deutschen Bahn zur Lieferung von Brandschutzbeton zur Sanierung des Tunnels Reicholzheim. Bei den dortigen Arbeiten kam es zu Verzögerungen (wir berichteten).

Nach Angaben der Westfrankenbahn werden wegen der Verzögerung noch bis Ende 2022 nächtliche Anlieferungen von Beton notwendig sein. Um Heidelberg Beton entsprechende Sicherheit bei der Ausführung des Auftrags zu geben, wurde dem Antrag zugestimmt. Dabei berücksichtigte man auch, dass es zu weiteren Verzögerungen bei den Tunnelarbeiten kommen könnte. Aus der Bevölkerung habe es bislang keine Beschwerden wegen Lärm in der Nachtzeit gegeben, heißt es in der Sitzungsvorlage. Dies bestätigte auch der Ortssprecher von Unterwittbach.

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