Triefenstein

Minus im Freibad erwartet

Das Thema "Rechnungslegung" stand am Dienstagabend auf der Tagesordnung der öffentlichen Gemeinderatssitzung in der Rettersheimer Bocksberg-Halle unter Leitung von Bürgermeisterin Kerstin Deckenbrock. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um den Abschluss des Verwaltungs-und Vermögenshaushalts im Rechnungsjahr 2019 sowie um die Posten, die mit überplanmäßigen Ausgaben auffielen. Eine Beschlussfassung stand nicht an, weil es nur um eine nachrichtliche Information ging.

Diskussionsbedarf hatte das Gremium trotzdem, als die Bürgermeisterin und ihr Kämmerer Martin Jäger auf das Plus oder Minus einzelner Positionen zu sprechen kamen. Überschreitungen beziehungsweise Fehlbeträge gab es unter anderem bei den Personalkosten und bei der Abwasserentsorgung sowie bei der Klärschlamm-Verwertung.

Kämmerer Martin Jäger wiederholte seinen Hinweis, dass jedes Ratsmitglied die Möglichkeit habe, in seinem Büro einzelne Haushaltsposten einzusehen. Nicht immer vorhersehbare Mehrkosten entstehen nach Aussage des Kämmerers bei Wasserrohrbrüchen sowie bei den Wasseruntersuchungen, die in relativ kurzen Zeitabständen stattfänden. SPD-Gemeinderat Christoph Müller ging auf die hohen Stromkosten bei der Verarbeitung des Klärschlamms ein und regte an, diese künftig über gemeindliche Photovoltaikanlagen zu finanzieren.

Gemeinderat Wolfgang Virnekäs(CSU) sprach die nach seiner Meinung zu hohen Fehlbeträge bei der Unterhaltung des Freibades an. Diese könne sich der Markt Triefenstein auf Dauer nicht leisten. Bürgermeisterin Deckenbrock begründete das Minus unter anderem mit den hohen Personalkosten. Für das Jahr 2020 erwarte man, grob gerechnet, ein Minus von etwa 185 000 Euro. Virnekäs wollte ferner wissen, ob man für das Bad mögliche Finanzhilfen  "abgeklopft" habe.

Exakte Ergebnisse lägen noch nicht vor, aber sie habe sich sowohl bei Landrätin Sabine Sitter, bei Staatssekretärin Anna Stolz sowie bei ihrem Marktheidenfelder Kollegen Thomas Stamm erkundigt, ob finanzielle Unterstützung möglich sei. Wolfgang Virnekäs erkundigte sich nach dem Einzugsgebiet des Waldbades. Auskunft erhielt er von Claudia Holzmann ("Aus Vier mach Wir") Der Einzugsbereich reiche  bis zu 30 Kilometer und gehe bis nach Würzburg. "Das Gebiet ist einfach riesig!", sagte Holzmann.

Gemeinderätin Stefanie Engelhardt schlug weitere Digitalisierungs-Maßnahmen vor, für die es coronabedingt Fördermittel gebe. Dazu sagte die Bürgermeisterin, der Markt Triefenstein erhalte ständig Hinweise auf neue Förderprogramme, man prüfe, wie diese für die Gemeinde genutzt werden könnten. So habe man zum Beispiel die Grundschule mit 20 Digital-Geräten ausstatten können.

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