Gräfendorf

Neubaugebiet in Wolfsmünster für junge Familien

Marode sind die Holzzäune um verschiedene Spielplätze wie hier in Weickersgrüben.
Marode sind die Holzzäune um verschiedene Spielplätze wie hier in Weickersgrüben. Foto: Wolfgang Schelbert

Die Kanal- und Wasserleitungssanierung in Wolfsmünster mit einem Kostenvolumen von 620 000 Euro, der Haushaltsplan 2020 mit Ausgaben in Höhe von 4,921 Millionen Euro und die Beratung über den Finanzplan und das Investitionsprogramm der Jahre 2019 bis 2023 waren die Schwerpunkte der letzten Gemeinderatssitzung. 

Bürgermeister Johannes Wagenpfahl begrüßet den kompletten Gemeinderat, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Alexander Rohner, den Vertreter der VG für das Bauamt und das Beitrags- und Erschließungswesen Johannes Schmelz sowie drei Zuhörer in der Turnhalle.

Die Gemeinde beabsichtigt, ein neues Baugebiet in Wolfsmünster zu erschließen, da die meisten noch unbebauten Grundstücke in privater Hand sind und zu Bauzwecken in nächster Zeit genutzt werden sollen. Laut den Informationen des stellvertretenden Bürgermeisters Jürgen Brönner sind fünf bis sieben bauwillige Einwohner bereit, neue Bauplätze zu bebauen. Da der Bereich "Hirtenweg" zu steil und zu klein ist, soll ein neues Baugebiet hinter dem Kulturheim erschlossen werden. Um dieses Gebiet aber zu erschließen, müssen vorher die Straßenzüge "Zur Mühle" und "Am Schloss", die in den nächsten Monaten saniert werden sollen, mit stärkeren Wasserleitungen und größeren Kanalrohren ausgebaut werden.

Die bestehenden Anwesen können finanziell nicht beteiligt werden, sondern nur die Anwesen des Neubaugebietes. Das Ingenieurbüro Schöll hat die Gesamtkosten für den Ausbau auf 620 000 Euro angesetzt. Der Bürgermeister erwartet dazu Förderkosten von rund 240 000 Euro für die Erweiterung des Wasser- und Kanalsystems und die Erschließung des neuen Baugebietes. Die Maßnahme wurde einstimmig angenommen.

Haushalt vorgestellt

Der Haushaltsplan liegt gegenüber dem Vorjahr um 947 740 Euro niedriger. Die Verschuldung liegt bei 353 150 Euro und entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 260,63 Euro. Ende des Jahres wird diese dann durch Baumaßnahmen und Anschaffungen bei etwa 418,19 Euro liegen, erklärte Alexander Rohner, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG),  abschließend seinen Haushaltsplan.

Bei der Beratung des Finanzplans und des Investitionsprogrammes der Jahre 2019 bis 2023 ging er schwerpunktmäßig auf Investitionen von 587 000 Euro für den Straßenbau in Wolfsmünster, die Abwasseranlage in Wolfsmünster von 363 000 Euro und die Wasserversorgung in Gräfendorf mit 283 000 Euro für das laufende Jahr ein. Im Jahr 2021 liegt die größte Investition beim DSL-Ausbau mit 560 000 Euro, und im Jahr 2022 sind 860 000 Euro für die Dorferneuerung und Altbausanierung und eine Million Euro für das Ärztehaus mit Seniorenbetreuung in Gräfendorf veranschlagt.

Anpassung der Geschäftsordnung

Nach der Anpassung der Geschäftsordnung mit Änderungen bei den finanziellen Befugnissen des Bürgermeisters bis 6000 Euro, dem künftigen Sitzungstag auf Donnerstag und weiteren Absprachen, wurde die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts verabschiedet. Darin enthalten sind zum Beispiel die Besetzung der Ausschüsse und das erhöhte Sitzungsgeld eines Gemeinderates von 25 Euro je Sitzung.

Die Zäune am Spielplatz in Weickersgrüben, Gräfendorf und Wolfsmünster und ein Teil des Zaunes am Friedhof in Gräfendorf bestehen noch aus Holzlatten und sind marode. Aus Sicherheitsgründen werden diese durch Metallgitterzäune ersetzt, entschied der Gemeinderat.

Eine neue Beschilderung des Flurweges zwischen Schonderfeld und Wolfsmünster ist für die Straßenbaumaßnahme in Wolfsmünster und die Sperrung der Brunnenstraße für die Dauer von etwa sechs Monaten notwendig, um  Anlieger, Schulbusse, Rettungsfahrzeuge und Müllfahrzeuge ohne große Umwege an der Baustelle vorbeizuleiten. Dazu wird ein Fahrverbotsschild über 3,5 Tonnen mit Ausnahmen für die genannten Fahrzeuge und land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge aufgestellt. Dem Antrag auf Rechtholz in Michelau, dem Antrag auf Förderung zum Umbau eines Altbaus in Wolfsmünster und einem Bauantrag in Gräfendorf stimmte der Rat einstimmig zu.

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