Lohr

Neue Schnelltest-Bude am Lohrer Marktplatz ist gefragt

Bereits bei der Eröffnung der Schnelltestbude der Werbegemeinschaft am Mittwoch auf dem oberen Marktplatz bildete sich eine lange Schlange von Interessenten.
Foto: Thomas Josef Möhler | Bereits bei der Eröffnung der Schnelltestbude der Werbegemeinschaft am Mittwoch auf dem oberen Marktplatz bildete sich eine lange Schlange von Interessenten.

Mit ihrer neuen Corona-Schnellteststelle am oberen Marktplatz scheint die Werbegemeinschaft ein echtes Bedürfnis zu befriedigen. Bereits bei der Eröffnung am Mittwoch bildete sich eine lange Schlange von Interessenten für einen kostenlosen Test ohne Voranmeldung. "Wir hätten nicht gedacht, dass sich gleich so viele anstellen", meinte Vorsitzende Angelika Winkler.

Es gebe in Lohr eben noch nicht genug Testzentren, so Winkler. Das Testzentrum auf der Mainlände sei so stark nachgefragt, dass trotz Voranmeldung Wartezeiten bis zu eineinhalb Stunden aufträten. Bei einer solchen Wartezeit seit die Hemmschwelle zu groß, sich einen negativen Test fürs Einkaufen oder den Friseurbesuch zu besorgen.

Mehr Bedarf erwartet

Mit den in Aussicht gestellten Lockerungen in Bayern werde sich der Testbedarf voraussichtlich weiter erhöhen. Die Werbegemeinschaft sei daher froh über das Angebot der Marien-Apotheke gewesen, ihr Schnelltestzentrum an der Ecke Hauptstraße/Uhrmachergasse um die Bude am Marktplatz zu erweitern, berichtete die Vorsitzende.

"Ich will, dass die Stadt lebt und Lohr auch nach der Pandemie noch eine schöne Innenstadt hat", begründete Anne Lahoda, die Inhaberin der Marien-Apotheke, ihr Engagement. Ausschlaggebend für das Angebot sei für sie die Schließung des Modegeschäfts Koch in Karlstadt gewesen. "Ich habe mir gedacht, wir können doch nicht alles zumachen." Die Apothekerin schulte am Montag 23 Mitglieder der Werbegemeinschaft darin, einen sogenannten Nasen-Hintergrund-Test vorzunehmen. Seit Anfang April sei es erlaubt, darin auch Laien zu schulen. Die Freiwilligen verdienen nach Lahodas Worten "Respekt, das will nicht jeder machen".

Die Bude auf dem Marktplatz ist vom Weihnachtsmarkt bekannt und wurde vom städtischen Bauhof aufgestellt. Sie fungiert sozusagen als "Filiale" von Lahodas Schnelltestzentrum. Die Tests rechnet sie als kostenlose Bürgertests ab, auf die jeder Anspruch hat.

Was sie von den Kassen dafür erstattet bekommt, reicht Lahoda abzüglich ihrer eigenen Kosten an die Werbegemeinschaft weiter, damit diese den freiwilligen Helfern eine Aufwandsentschädigung zahlen kann. Der angewandte Nasopharyngealabstrich ist nach Angaben der Apothekerin der sicherste nach einem PCR-Test und um 20 Prozentpunkte zuverlässiger als ein Selbsttest.

Den Nasen-Rachen-Abstrich habe man gewählt, weil bei einem bloßen Rachenabstrich Voraussetzung für ein realistisches Ergebnis sei, dass die Probanden eine Stunde vor dem Test nichts gegessen, nicht geraucht und keine sauren Getränke wie etwa Cola zu sich genommen hätten. Sonst könnte das Ergebnis verfälscht werden.

Auf jeden Fall bis Ende Mai

Die Testbude der Werbegemeinschaft werde auf jeden Fall bis Ende Mai stehen bleiben, versicherte Angelika Winkler. Denn der Inzidenzwert könne auch wieder steigen. Für die ersten zwei Wochen hat sie genug Freiwillige, die in zwei Schichten am Tag jeweils zu dritt arbeiten.

Offen ist die Schnelltest-Bude werktags von 10 bis 16 Uhr und am Samstag von 10 bis 14 Uhr. Nach den ersten Erfahrungen weiß die Vorsitzende: "Wir schaffen in einer Stunde circa 20 Tests." Nachschub an Freiwilligen gibt es auch. Während des Gesprächs zwischen Anne Lahoda und dem Berichterstatter meldete sich ein Arzt im Ruhestand: Er finde die Aktion gut und wolle helfen.

Von der Bude soll laut Winkler die Botschaft ausgehen: "Lohr hat offen." Deswegen habe sich die Werbegemeinschaft auch auf Kernöffnungszeiten täglich von 10 bis 16 Uhr geeinigt, "wer länger öffnen will, kann das natürlich tun". Die teilnehmenden Geschäfte seien mit Schildern gekennzeichnet. Ein grünes bedeute "freier Termin", rot stehe für "kommen sie in zehn Minuten noch einmal vorbei".

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