Helmstadt

Notwendigkeit der Jugendsozialarbeit aufgezeigt

Jenny Schulze, Jugendsozialarbeiterin an der Astrid-Lindgren-Grundschule (ALGS), stellte in der Sitzung der Schulverbandsversammlung Helmstadt ihre Arbeit, für die sie seit September 2014 verantwortlich ist, vor. Mit verschiedenen Beispielen aus der Praxis zeigte sie die Notwendigkeit der Jugendsozialarbeit an der Schule auf. Ihre Arbeit richtet sich an junge Menschen, die durch ihr Verhalten, insbesondere durch erhebliche erzieherische, psychosoziale und familiäre Probleme, Schulverweigerung, erhöhte Aggressivität und Gewaltbereitschaft auffallen, deren soziale Integration aufgrund von individuellen und/oder sozialen Schwierigkeiten sowie eines Migrationshintergrundes erschwert ist.

Sie machte darauf aufmerksam, dass durch die Aufteilung ihrer Stelle auf die Standorte Helmstadt und Höchberg die Fälle in Helmstadt oftmals nicht in vollem Umfang bearbeitet werden können. Daher fragte sie an, ob die Möglichkeit bestünde, ihre Arbeitszeit von einer Halbtagesstelle auf eine Dreivierteltagesstelle zu erhöhen. Die Mitglieder des Schulverbandes sehen die Notwendigkeit der Ausweitung der Arbeitszeit an der ALGS und beschlossen eine Erweiterung der Kooperationsvereinbarung mit der Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Unterfranken (AWO) anzustreben.

Zuschüsse für Digitalisierung

Im Rahmen der Digitalisierung der ALGS stellte der Schulverband bei verschiedenen Förderprogrammen Anträge auf Zuschüsse. Bei dem Förderprogramm "Digitalbudget für das digitale Klassenzimmer" der Regierung von Unterfranken wurde eine Zuwendung in Höhe von maximal  27 248 Euro bewilligt. Bei der Förderrichtlinie "Digitale Bildungsstruktur an bayerischen Schulen" erhält der Schulverband eine Zuwendung in Höhe von maximal 115 728 Euro, und von der Bayerischen Förderrichtline "Sonderbudget Leihgeräte" sind Zuwendungen in Höhe von 12 676 Euro vorgesehen. Insgesamt kann der Schulverband aus den verschiedenen Programmen 155 652 Euro erhalten. Mit der Ausarbeitung der Konzeption und für die Ausschreibung der Ausstattung für die ALGS Helmstadt hat die Schulverbandsversammlung die Firma Poscimur beauftragt.  

Im Juli 2012 hat der Schulverband Helmstadt dem Kooperationsvertrag zwischen dem Markt Höchberg, dem Schulverband Waldbüttelbrunn und der Schulverband Helmstadt für den Mittelschulverbund Höchberg zugestimmt. Dabei wurde festgelegt, dass pro Regelschüler einer der Verbundgemeinden, der in Höchberg die Mittelschule besucht, 200 Euro an Höchberg zu zahlen sind. Mit Schreiben vom Mai 2020 beantragt der Markt Höchberg, die vereinbarte Ausgleichszahlung auf den gültigen Gastschulbeitrag in Höhe von aktuell 1525 Euro festzusetzen. Da Waldbüttelbrunn eine Notwendigkeit einer Schulhauserweiterung prüft und diese gegebenenfalls mit dem Schulverband Helmstadt besprechen will, beschloss die Schulverbandsversammlung, den Antrag des Marktes Höchberg zurückzustellen.

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultur hat die angepassten Förderbeträge für die offene Ganztagsschule ab dem Schuljahr 2020/2021 mitgeteilt. Durch die Erhöhung ergibt sich auch ein anderer kommunaler Pflichtanteil. Die AWO Unterfranken, Kooperationspartner für das Ganztagesangebot an der ALGS, wird diese Beträge berücksichtigen.

Der AWO Bezirksverband Unterfranken informierte über vorgenommene Änderungen in ihren Betreuungsverträgen für die Schulkindbetreuung. Dieses Schreiben wurde den Mitgliedern der Schulverbandsversammlung elektronisch übermittelt, die den Sachverhalt zur Kenntnis nimmt.

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