Marktheidenfeld

Oswald: Stamm stand nicht auf Liste der CSU Marktheidenfeld

Der Marktheidenfeld Stadtrat bei seiner konstituierenden Sitzung – hier die neuen Stadträte des  Ratsgremiums bei ihrer Vereidigung.
Der Marktheidenfeld Stadtrat bei seiner konstituierenden Sitzung – hier die neuen Stadträte des  Ratsgremiums bei ihrer Vereidigung. Foto: Joachim Spies

CSU-Ortsverband und CSU-Stadtratsfraktion sehen sich, so schreibt Vorsitzender Richard Oswald, zu einer Antwort auf die Ausführungen von Ludwig Keller von proMAR verpflichtet, um die aktuelle Thematik einmal komplett darzustellen. In der Stellungnahme heißt es: 

"Verwunderlich sind die ständigen Pressmitteilungen gegen eine demokratisch legitimierte Partei und absolut demokratische Vorgänge, wie man sie landauf und landab ebenso wahrnimmt. Wo Koalitionen und Mehrheiten entscheiden, ist dies gängige Praxis und Normalität. Diese Vorgänge sind auch Herrn Keller bestens bekannt und wurden oftmals von ihm praktiziert.

Wenn man vor kurzem zur Stadtratswahl angetreten ist, um inhaltlich Politik für unsere Stadt zu machen, sind die aktuellen Vorgänge nicht zu verstehen. Herr Keller sollte sich an seinen Kollegen Heinz Richter und Florian Hoh ein Beispiel nehmen, die im weiteren Sitzungsverlauf dem Zweiten Bürgermeister Christian Menig gratulierten und alles Gute wünschten.

Weshalb die FW 2008 und 2014 stärkste Fraktion wurden

Wenn Herr Keller auf die vergangenen Wahlen 2008 und 2014 anspielt, sollte er wahrheits- und nicht wunschgemäß berichten. Bei beiden Wahlen war Helga Schmidt-Neder als Listenkandidatin auf der Liste der Freien Wähler und hat ca. 6000 Listenstimmen erhalten. Dies bedeutet, egal welches Auszählungsverfahren zu Grunde gelegt wird, dass sie mindestens einen, eher zwei Kandidaten mit in den Stadtrat gezogen hat. Somit wurden die Freien Wähler zur stärksten Fraktion. Das sind Fakten, schwarz auf weiß, die Ludwig Keller kennt und mehrfach als deren damaliger Fraktionsvorsitzender geäußert hat.

Nun zum Unterschied, den er dann in seiner Argumentation vergisst. Thomas Stamm ist mit großer Mehrheit zum parteilosen Bürgermeister für Marktheidenfeld gewählt worden und stand nicht auf der Liste der CSU Marktheidenfeld. Bei einem Ergebnis von gut 76 Prozent ist auch eindeutig belegt, dass er nicht nur von CSU-Anhängern gewählt wurde.

Die CSU hat hier also ohne einen weiteren erfolgsversprechenden Kandidaten auf der Stadtratsliste, acht Sitze im Stadtrat durch die Wähler erhalten. Wohlgemerkt ohne einen Bürgermeisterkandidaten auf der Liste, wurde aber aufgrund ihrer durchwegs starken Listenkandidaten entsprechend vom Wähler aus der Kernstadt und den Stadtteilen belohnt.

Gefallene Entscheidungen akzeptieren

Bedenkt man jetzt, wie viele Wähler von proMAR, laut Aussage von Herrn Keller, auch Thomas Stamm aufgrund seiner ,sympathischen Art und Bürgernähe' gewählt haben, möchten wir gar nicht wissen, wie viele Kandidaten der CSU es dann in den Stadtrat geschafft hätten, wäre Thomas Stamm noch auf der Liste gestanden. Da diese Thematik rückwärtsgewandt ist, möchten wir, der CSU-Ortsverband und die CSU-Fraktion den Fokus auf die Zukunft legen. Wir haben in naher, wie in ferner Zukunft große Projekte zu meistern und dies sollte nach Möglichkeit im Gleichklang erfolgen.

In diesem Zusammenhang muss man sich auch fragen, ob die Freien Wähler schon vergessen haben, dass Herr Keller maßgeblichen Anteil an der Halbierung ihrer Fraktionsstärke hat. War doch ein gewisser Schulterschluss der beiden Fraktionen bereits in der ersten Stadtratssitzung offenkundig. Wir denken, dass es nicht nur für die CSU, sondern auch für die Freien Wählern, die SPD, die Grünen und auch proMAR vorrangig ist, wichtige Sachthemen gemeinsam zum Wohle der Stadt und ihrer Bürgern zu bearbeiten, und hoffen, dass sich Herr Keller nun auch darauf besinnt und die gefallenen Entscheidungen so akzeptiert."

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