Triefenstein

Positive Wandlung eines Menschen inspirierte

Es war ein beeindruckendes Konzert in der Klosterkirche Triefenstein. Der Liedermacher Frieder Gutscher aus Lindau präsentierte gemeinsam mit dem Pianisten Uli Schwenger sein aktuelles Programm „Dass du da bist“.
Foto: Raymond Roth | Es war ein beeindruckendes Konzert in der Klosterkirche Triefenstein. Der Liedermacher Frieder Gutscher aus Lindau präsentierte gemeinsam mit dem Pianisten Uli Schwenger sein aktuelles Programm „Dass du da bist“.

Es war ein beeindruckendes Konzert in der Klosterkirche Triefenstein. Der Lehrer und Liedermacher Frieder Gutscher aus Lindau präsentierte gemeinsam mit dem Pianisten Uli Schwenger das aktuelle Programm „Dass du da bist“ und nahm die Zuhörer musikalisch mit auf den Jakobsweg.

Man hätte das Konzert mit seinem Leitmotiv auch „Jakobs Weg“ nennen können, denn Isaaks Sohn Jakob, der dritte der Erzväter Israels, macht (1. Buch Mose) eine tiefgreifende Wandlung durch. Vom listigen Zweitgeborenen, der sich bei seinem blinden Vater als der erstgeborene Esau ausgibt und sich so den väterlichen Erstgeburtssegen erschleicht, zum späteren „Israel“ („Gottesstreiter“), als er beim Kampf gegen ein göttliches Wesen von diesem diesen Namen erhält.

Die positive Wandlung eines Menschen sei ein häufiges „Motiv“ in der Bibel, was Gutscher zum Nachdenken und auch zu Liedern inspiriere. 

Der Liedermacher, der schon mehrfach im Kloster Triefenstein aufgetreten und ein langjähriger Freund der Christusträger ist, verknüpfte dort seine selbstverfassten, poetischen Lieder mit der „erstaunlichen Geschichte“ Jakobs und dessen tiefgreifenden Wandlungsprozesses, auf seinem schwierigen und ereignisreichen Weg.

„Der Weg wächst im Gehen“ hieß eines seiner Lieder, die er mit persönlichen Zwischentexten verband, punktgenau zu ausgewählten Stellen im Leben Jakobs. „Gott wohnt, wo man ihn einlässt“, „Du der eine, du alleine“ oder „Du bist ein Königskind“  animierten die Zuhörer zum Mitsingen. Viele waren mit den Liedern aus früheren Konzertbesuche schon vertraut.

Nicht nur das virtuose Gitarrespiel Gutschers sind hervorzuheben sondern auch sein sensibler Gesang. Auch einige neue Lieder, „Regenbogen“, „Durch die Nacht hindurch ins Licht“, von seiner neuen CD „Herzraum“ fügten sich thematisch in „Jakobs Weg“ ein. Und da er auch das Geigenspiel gut erlernt hat, gab es auch jiddische Tänze, wie Giora Feldmanns „Sammy‘s Freilach“  und dazu Melodien aus Irland, mitreißend zur Freude der Zuhörer zwischen die Geschichte von Jakobs Leben gepackt.

Apropos Freude: „O Jesus meine Freude“, eine Kantate von Johann Sebastian Bach, spielte Gutscher auf der Querflöte, ein Stück, das sich bestens zwischen die anderen einfügte. Dazu „Dass du da bist“ und auch das bekannte „Lobe den Herrn, meine Seele“.

Nach dem von fast allen mitgesungenen Schluss-Segenslied „Dona nobis pacem“ gab es noch mehrere „erklatschte“ Zugaben, und mit stehenden Ovationen bei „Shalom shalom“  schloss das Konzert mit dem vielstimmig mitgesungenen „Der Mond ist aufgegangen“.

„Ein wunderschönes Konzert“, meinten viele Konzertbesucher. 

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