Arnstein

Probesitzen für die Stadthalle

Stühlerücken: Auf Herz und Nieren prüften die Arnsteiner Stadträte die Angebote für neue Stühle und Tische in der Stadthalle.
Foto: Günter Roth | Stühlerücken: Auf Herz und Nieren prüften die Arnsteiner Stadträte die Angebote für neue Stühle und Tische in der Stadthalle.

Mit 600 Stühlen und 75 Tischen wird die Stadthalle von Arnstein – zumindest was die Möblierung anbetrifft – auf Vordermann gebracht. Einstimmig beschloss der Stadtrat die Anschaffung.

Die beinahe 50 Jahre alten Tische und vor allem die Stühle aus dem Erstbestand waren schon lange kein Aushängeschild für Halle und Stadt mehr. Wacklige Sitzflächen und Risse im Holz sorgten immer wieder für Unmut bei den Besuchern und ironische Seitenhiebe von Kabarettisten. Deshalb durften diesmal in der jüngsten Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Büchold die Stadträte probesitzen und acht verschiedene Modelle von fünf Objekteinrichtern auf Herz und Nieren prüfen.

Sitzpolster und hohe Lehnen

Die Vorgaben waren schnell gefunden: Die neuen Stühle sollten ein Sitzpolster haben, eine möglichst hohe Lehne für große Leute und ein Griffloch in der Lehne, damit man den Stuhl leichter transportieren und aufstellen kann. Modelle, bei denen die vom Brandschutz geforderte Stuhlverkettung aus Plastik gefertigt war, schieden recht schnell aus. Metall erschien den Räten hier stabiler. So fiel die einstimmige Wahl auf den „Logo-Chair“ der Firma Hiller und Klapptische vom selben Hersteller.

Zwar sind für die Arnsteiner Stadthalle nur 560 Stühle zugelassen, doch wollte man sich zum Beispiel für eine eventuelle Bestuhlung auf der Bühne eine Reserve von 40 weiteren vorbehalten. Das gilt auch für die Tische. Bestellt werden 55 Stück mit 1,80 Metern Länge und einer Breite von 70 Zentimetern, dazu kommen noch 20 mit 1,40 Metern. So sollen mehrere Aufstellungsvarianten und Kombinationen möglich sein. Ob jedoch die bereits vorhandenen Tisch- und Stuhlwägen auch für das neue Mobiliar verwendet werden können, muss noch eruiert werden.

92 Euro pro Stuhl

Bürgermeisterin Anna Stolz hofft aufgrund der hohen Qualität auf eine lange Verwendungsdauer, womöglich weitere 50 Jahre. Allerdings hat der Anspruch auf Qualität auch seinen Preis. Das wirtschaftlichste Angebot der Firma Steinmetz-Einrichtungen beläuft sich auf fast 92 Euro pro Stuhl und 285 für jeden Tisch. Somit kommt eine Auftragssumme von rund 77 000 Euro zusammen. Die Bürgermeisterin äußerte jedoch die Hoffnung, dass aufgrund der umfangreichen Bestellung noch ein zusätzlicher Rabatt ausgehandelt werden könne.

Stolz betonte, dass die Innen-Sanierung der Stadthalle auch weiterhin aktiv vorangetrieben werden solle. Über die weitere Verwendung der auszumusternden Möbel soll später entschieden werden. Womöglich könnten hier interessierte Vereine bedacht werden.

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