Gemünden

Projekttag: Schüler für die Naturwissenschaft begeistern

Projekttag am Friedrich-List-Gymnasium in Gemünden. Die Schüler der 8. bis 10. Jahrgangsstufe beschäftigten sich mit naturwissenschaftlich-technischen Themen. Auf dem Bild treibt ein Fön ein Windrad an.
Foto: Klaus Gimmler | Projekttag am Friedrich-List-Gymnasium in Gemünden. Die Schüler der 8. bis 10. Jahrgangsstufe beschäftigten sich mit naturwissenschaftlich-technischen Themen. Auf dem Bild treibt ein Fön ein Windrad an.

Die Schüler für die Naturwissenschaft zu begeistern, war das Ziel eines Projekttages am Dienstag im Friedrich-List-Gymnasium Gemünden. „Wir wollen, dass sich die Schüler für naturwissenschaftliche und technische Berufe interessieren“, sagt Brenda Pfenning von der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher mit Sitz in Würzburg.

Brenda Pfenning und ihr Team hatten an diesem Tag den Unterricht in den 8. bis 10. Klassen übernommen. Der reguläre Unterricht fiel aus, stattdessen standen naturwissenschaftlich-technische Experimente in den Bereichen Nanotechnologie, Leichtbau und Energieversorgung auf dem Stundenplan. Das kam offensichtlich gut an. „Da waren Experimente dabei, die mich verblüfft haben“, meinte eine Schülerin. „Eine schöne Abwechslung zum Schulalltag“, ergänzte ihre Nachbarin.

Stromverlust errechnen

Fachgebiet Energieversorgung: Die Schüler trieben mit einem Fön ein kleines Windrad an. Dabei wurde gemessen, wieviel Strom der angeschlossene Generator produziert. Dies konnten sie mit der eingesetzten Energie, die der Fön verbraucht, vergleichen und so den Stromverlust errechnen. In der Praxis ist es freilich der Wind, der ohne Stromeinsatz das Windrad antreibt. Andere Schüler experimentierten an einem Modell, das verdeutlicht, wie ein Pumpspeicherkraftwerk funktioniert.

Fachgebiet Leichtbau: Da hatte sich das Team der jungen Forscher eine besonders knifflige Aufgabe einfallen lassen. Die Schüler bekamen eine Tüte mit Zahnstochern, Drähten, Perlen und Schnüren, mit denen sie auf einer Platte eine Figur bauten. Dann sollten sie dazu einen Bauplan schreiben, nach dem ein anderer Schüler mit den gleichen Materialien die gleiche Figur bauen kann, ohne das Original gesehen zu haben. Das technische Schreiben wurde damit geübt.

Spurbreite von CDs und DVDs

Beispiel Nanotechnologie: Hier untersuchten die Schüler unter anderem Sonnencremes auf Nanopartikel und inwieweit diese die Durchlässigkeit von UV-Strahlen beeinflussen. Auch die Spurbreite von CDs und DVDs wurde mit dem Laser-Mikroskop verglichen. Das Ergebnis war vorhersehbar: Der Spurabstand bei der DVD ist deutlich geringer, weil diese mehr Daten aufnehmen muss.

Die Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und wird unter anderem vom Europäischen Sozialfonds unterstützt. Die jungen Wissenschaftler besuchen Schulen in ganz Bayern und animieren die Schüler zu naturwissenschaftlichen Experimenten. „170 Schulbesuche haben wir ungefähr im Jahr“, sagt die Teamleiterin Brenda Pfenning. Dabei handelt es sich nicht nur um Gymnasien. Auch Mittel- und Realschulen können sich bei den Jungen Forschern bewerben.

Den Kontakt zum Friedrich-List-Gymnasium hat Oberstudienrätin Elenor Hose vermittelt, die dort unter anderem Biologie unterrichtet. Sie hatte selbst im Vorstand der Jungen Forscher mitgearbeitet. Da lag es nahe, dass diese auch mal in Gemünden ihre Experimente zu aktuellen Themen präsentieren. Die Schüler haben es gedankt. Kurz vor Weihnachten und den Ferien war dies eine willkommene Abwechslung.

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