Marktheidenfeld

proMAR kritisiert Machtgehabe der CSU im neuen Stadtrat

Bei der Vereidigung von Bürgermeister Thomas Stamm hatte Ludwig Keller (links) von proMAR noch den Wunsch nach Fairness in der künftigen Arbeit des Stadtrats geäußert. Das war vor der Wahl der weiteren Bürgermeister.
Bei der Vereidigung von Bürgermeister Thomas Stamm hatte Ludwig Keller (links) von proMAR noch den Wunsch nach Fairness in der künftigen Arbeit des Stadtrats geäußert. Das war vor der Wahl der weiteren Bürgermeister. Foto: Joachim Spies

"Es hätte anders und fairer laufen können", schreibt Stadtrat Ludwig Keller in einer Stellungnahme der Wählergemeinschaft proMAR im Hinblick auf die Bürgermeisterwahl in der konstituierenden Sitzung des Marktheidenfelder Stadtrats.  Nach den beiden letzten Stadtratswahlen hatten die Freien Wähler, deren Kandidatin Bürgermeisterin geworden war, auf eine eigene Bewerbung für den zweiten und dritten Bürgermeister verzichtet, erinnert Keller. So seien damals der CSU als zweitstärkster und der SPD als drittstärkster Kraft die Vertreterposten zugefallen – eine Konstellation, die nach Kellers Worten dem Kräfteverhältnis im Stadtrat entsprach und somit den Wählerwillen widerspiegelte.  

Ludwig Keller kritisiert: "Nun hat ausgerechnet die CSU mit der Kandidatur von Christian Menig um den Posten des 2. Bürgermeisters diese faire und gerechte Praxis, von der sie zweimal profitierte, über Bord geworfen. Nur in Marktheidenfeld, als einziger ehemaliger Kreisstadt, besetzen Kandidaten, die von derselben Partei aufgestellt wurden, die Posten des ersten und zweiten Bürgermeisters. Will die CSU damit demonstrieren, dass sie nun in Marktheidenfeld das Sagen hat und dass sie es ist, die die Posten verteilt? Dient solches Machtgehabe dem Zusammenhalt und dem Wohle unserer Stadt?  

Als frühere Bürgerinitiative wurde proMAR gewiss nicht in den Stadtrat gewählt, um sich an Abmachungen und Postengeschiebe unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu beteiligen. Wir distanzieren uns entschieden von solchen Methoden. Stattdessen hat proMAR einen fachlich hochqualifizierten Kandidaten für das Amt des zweiten Bürgermeisters vorgeschlagen. Mit dessen Nichtwahl wurde zugleich die Chance vertan, erstmals den Vertreter eines Stadtteils in die Bürgermeisterverantwortung einzubinden." 

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