Lohr

Radwegbau gen Partenstein könnte 2023 beginnen

Seit Jahren arbeitet die Stadt an der Planung des Radwegbaus durchs Lohrtal. Nun rückt die Realisierung offenbar näher.
Foto: Johannes Ungemach | Seit Jahren arbeitet die Stadt an der Planung des Radwegbaus durchs Lohrtal. Nun rückt die Realisierung offenbar näher.

Die Stadt Lohr hofft, im kommenden Jahr mit dem Bau des seit Jahren angestrebten Radwegs hinaus ins Lohrtal beginnen zu können. Wie Bürgermeister Mario Paul in der Sitzung des Stadtrats auf Nachfrage von Lena Werner (Grüne) sagte, erwartet die Stadt, dass die Genehmigungsbehörde im Laufe des Jahren 2023 Baurecht erteilt. Ob und wie zügig es danach mit den Arbeiten losgehen kann, hängt auch davon ab, welche Mittel der Stadtrat im Zuge der nächsten Haushaltsberatung zur Verfügung stellt.

Paul erklärte, dass die Unterlagen für das erforderliche Planfeststellungsverfahren eingereicht seien. Man rechne aufgrund der sehr gründlichen Vorbesprechungen damit, dass das Genehmigungsverfahren nun keine Überraschungen mehr bereithalte. Beim nötigen Grunderwerb komme man "sehr gut voran", so Paul, gleichwohl sei er noch nicht ganz abgeschlossen.

Seit Jahren Thema

Der Lückenschluss im Radweg Richtung Partenstein ist seit Jahren immer wieder Thema in der Stadtpolitik und auch in der öffentlichen Diskussion. Immer wieder wurde Kritik laut, weil der Radweg von Partenstein kommend bis zur so genannten Farbmühle seit vielen Jahren schon fertig ist. Danach geht es auf Lohrer Gemarkung jedoch zum Teil auf Schotterwegen und mit einer knackigen Steigung weiter.

Die Stadt ist schon viele Jahre bemüht, diesen Zustand zu beheben. Doch immer wieder gab es Verzögerungen. Geplant ist nun der Neubau eines rund 2,4 Kilometer langen Radwegs. Er soll von Lohrer Seite beginnend auf Höhe des Werks II der Bosch Rexroth AG weitgehend steigungsfrei in der Talaue verlaufen.

Grunderwerb vorangetrieben

Da der Weg auch für landwirtschaftliche Fahrzeuge nutzbar sein soll, wird er 4,5 Meter breit, im Bereich zweier Brücken sogar 6,5 Meter breit werden. Für den Bau wird eine Fläche von rund drei Hektar benötigt, wobei der Stadt zu Beginn nur ein Teil der benötigten Grundstücke gehörte. Zwischendurch schien es so, als könne der Radwegbau scheitern, weil manche Grundbesitzer ihre Flächen nicht verkaufen wollten. Doch mittlerweile ist die Stadt hier offenbar entscheidend vorangekommen, dem Vernehmen nach zum Teil auch mittels Tauschflächen.

Da der Radweg teils durch ökologisch hochwertige Bereiche führen wird, sind Ausgleichsflächen von insgesamt rund 1,7 Hektar geplant. So sollen im Bereich des Lohrtals Wiesenflächen extensiviert und Tümpel angelegt werden. Als Kosten für den Radwegbau wurden vor zwei Jahren rund 1,5 Millionen Euro genannt. Den Großteil davon wird das Staatliche Bauamt tragen, da der Radweg als Anhang der nahen B 276 eingestuft ist.

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