Retzstadt

Retzstadt: Gemeinderat verabschiedet 4,9 Millionen Euro-Haushalt

Einstimmig beschloss der Retzstadter Gemeinderat den Haushaltsplan und die dazugehörige Satzung für das Jahr 2021, den Stellenplan 2021, sowie die Finanzplanung für die Rechnungsjahre 2021,2022 und 2023.

Der Gesamthaushalt für das Jahr 2021 hat eine Höhe von 4,9 Millionen Euro.  Der Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben 2,7 Millionen Euro ab und der Vermögenshaushalt hat eine Höhe von 2,2 Millionen Euro. Der Gesamtbetrag für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen wird auf 877 500 Euro festgesetzt. Die Steuerhebesätze für die Grundsteuer a und Grundsteuer b bleiben bei 340 von Hundert. Auch der Hebesatz für die Gewerbesteuer wird nicht erhöht und bleibt mit 360 von Hundert bestehen. Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben nach dem Haushaltsplan wird, so wie im Vorjahr, auf 300 000 Euro festgesetzt. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen.

Eine Verringerung der Gewerbesteuereinnahmen gegenüber dem Vorjahr wird nicht befürchtet. Vielmehr wird eine Erhöhung um rund 65 000 Euro erwartet. Im Gegenzug wird im Rechnungsjahr 2021 ein Anstieg der Verwaltungsumlage an die VG Zellingen um rund 35 000 Euro zu verzeichnen sein. Die Kreisumlage, so Kämmerer Wolfgang Pfister, beträgt in diesem Jahr 754 100 Euro.

Für was die Gemeinde ihr Geld ausgeben will

Zu den wichtigsten und wesentlichsten Investitionen im Vermögenshaushalt zählen 25 400 Euro Investitionsumlage an die Verwaltungsgemeinschaft, 30 000 Euro für das Feuerwehrhaus, 20 000 Euro für Ausstattungen der Grundschule, 135 000 Euro für das Pfarrheim, 32 000 Euro für die Zufahrt zum Pfarrheim, 25 000 Euro für das Regenrückhaltebecken, rund 500 000 Euro für den Neubau des Dorfladens mit Errichtung von Stellplätzen, 100 000 Euro für die Dorferneuerung/Innenentwicklung, 870 000 Euro für die Abbiegespur Baugebiet "Am Hönig II", 14 000 Euro für die Erstellung von Urnenstelen, 25 000 Euro für die Sanierung der Aussegnungshalle im Friedhof und 80 000 Euro für die Umbaumaßnahmen am gemeindlichen Bauhof.

Für die Investitionsplanung ist vorgesehen, dass auf das laufende Jahr etwa zwei Millionen Euro, auf 2022 etwa eine Million Euro, auf 2023  423.500 Euro und auf 2024 266.500 Euro entfallen.

Mit einem Schuldenstand von 126 Euro je Einwohner zum Jahresende 2021 kann dieser bei einem Landesdurchschnitt von 593 € je Einwohner als sehr günstig bezeichnet werden. Eigentlich, so Kämmerer Wolfgang Pfister, sei die Gemeinde praktisch schuldenfrei, da die zu verzeichnenden Verbindlichkeiten vom Kommunalunternehmen herrühren.

Notbetreuung nur mit geringer Auslastung

Der Kindergartenbeauftragte der Gemeinde, Michael Eisenbacher, teilte den Anwesenden die wesentlichen Themen der letzten Vorstandschaftssitzung des Elisabethenvereins mit.

So sei die Notbetreuung sehr vernünftig mit einer geringen Auslastung von den Eltern in Anspruch genommen worden. Die Kindergartenleitung prognostiziert, dass es dieses Jahr voraussichtlich keinen offenen Kindergartenbetrieb aufgrund der Corona Pandemie mehr geben werde und nur ein eingeschränkter Regelbetrieb möglich sei.

Es wurde innerhalb der Vorstandschaft thematisiert, dass der Regelplatzbedarf höher ausfällt, als in der von der Verwaltungsgemeinschaft durchgeführten Elternumfrage errechnet wurde. Dies wird mit der Verwaltungsgemeinschaft geklärt und berichtigt werden.

Michael Eisenbacher berichtete weiter, dass zwei Erzieherinnen zum April diesem Jahres  gekündigt haben. Es seien bereits zwei neue Erzieherinnen mit Arbeitsbeginn im September eingestellt worden. Aufgrund des hierdurch aktuell auftretenden Personalmangels, müssen die beiden Krippengruppen aktuell zusammengelegt werden. Die voraussichtliche Prognose des Jahresabschlusses 2021 bewege sich in einem positiven Bereich, deswegen wurde noch kein Antrag auf Defizitausgleich bei der Gemeinde gestellt.

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