Retzstadt

Retzstadt: Weiter große Bedenken gegen Photovoltaik-Anlage

Auf der Grundlage der vom Planungsbüro Klärle erstellten Standortanalysen zur Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage in Retzstadt, diskutierte das Ratsgremium in der jüngsten Sitzung intensiv die vorgestellten Flächen. Noch immer bestehen, vor allem seitens den der Landwirtschaft nahestehenden Gemeinderäten, erhebliche Bedenken zur Errichtung einer solchen Anlage in Retzstadts Fluren. Einerseits findet man kaum so minderwertige Flächen, die zur Errichtung einer Photovoltaikanlage herangezogen werden könnten und andererseits will man keinesfalls den Landwirten Flächen entziehen, die für die Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung stehen. Aber auch die bis zum Jahre 2050 europaweit angestrebte Klimaneutralität ist in die Entscheidungsfindung einzubeziehen.

Auch waren Überlegungen im Gange die Bewertungskriterien für die Böden zu ändern, beziehungsweise das Büro Kläre mit der Findung weiterer möglichen Flächen zu beauftragen. Nach langem Hin und Her einigte man sich im Gremium, bei der geplanten Klausurtagung das Thema auf die Tagesordnung zu setzen, erneut darüber zu beraten und eventuell erneut bestimmte Kriterien festzulegen.

Deutlich wurde bei der Diskussion, dass, wenn überhaupt, noch ein weiter Weg bis zur Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage in Retzstadt zu gehen ist.

Elf Firmen, ein Angebot

Bürgermeister Karl Gerhard äußerte sich zur Anbindung der Baugebiete "Hönig" zur Kreisstraße MSP 7: Auf die Anschreiben an elf Firmen sei nur ein Angebot von der Firma Ullrich aus Elfershausen eingegangen. Die übrigen Firmen gaben an, keine freien Kapazitäten zu haben. Entgegen der berechneten Endsumme des Ingenieursbüros in Höhe von 975 800 Euro brutto, beläuft sich das Angebot der Firma Ullrich auf nur 945 557 Euro brutto. Martin Eisenbacher von der technischen Bauverwaltung der Verwaltungsgemeinschaft Zellingen führte aus, dass das "wirtschaftliche Angebot eine einwandfreie Ausführung der Leistungen erkennen lässt".

Da der Anteil des Landkreises Main-Spessart hier rund 73 600 Euro beträgt, der Anteil der Gasversorgung bei rund 12 300 Euro liegt und auf das Bayernwerk für Strom und Beleuchtung ein Anteil von rund 25 600 Euro entfällt, bleibt für die Gemeinde Retzstadt ein Eigenanteil von rund 833 000 Euro. Nach Angaben des Bürgermeisters sind für diese Maßnahme im diesjährigen Haushalt 870 000 Euro angesetzt. Der Förderbescheid des Freistaats Bayern steht allerdings noch aus. Einstimmig vergab der Gemeinderat den Auftrag an die Firma Ullrich aus Elfershausen. Allerdings wird der Auftrag erst erteilt, wenn die Förderzusage der Regierung von Unterfranken vorliegt.

Für die im Anbindungsbereich vorgesehenen fünf Straßenlampen erging der Auftrag zur Erstellung zum Preis von 13 547,86 Euro ,ebenfalls ohne Gegenstimme, an das Bayernwerk.

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