Rothenfels

Rothenfels: Erdverkabelung brachte historischen Kanal zutage

Bei Arbeiten für die Erdverkabelung wurde in der Hauptstraße ein historischer Kanal entdeckt
Foto: Susanne Feistle | Bei Arbeiten für die Erdverkabelung wurde in der Hauptstraße ein historischer Kanal entdeckt

Im Zuge der Grabungen für die Erdverkabelung wurde in der Hauptstraße in Rothenfels als echte Überraschung ein historischer Kanal entdeckt. Er befindet sich vor dem "Rothen Ochsen" und zieht sich in die Straßenmitte. Dieser wurde gemeldet und von einem Archäologen begutachtet. Der Kanal wird nun vermessen und dann aufgefüllt, damit niemand einbrechen kann.

Bürgermeister Michael Gram teilte außerdem mit, dass er die Information von der Raiffeisenbank erhalten habe, dass bei dem Geldautomaten, der sich noch im ehemaligen Gebäude der Raiffeisenbank befindet, bis Ende des Jahres die Software ausläuft. Hier könnte es sein, dass es für einen kurzen Zeitraum während der Umbauarbeiten zum Kindergarten keinen Automaten gibt.

Dies wurde von seinen Ratsmitgliedern sehr kritisch gesehen, da diese befürchten, dass dann vielleicht gar keiner mehr aufgestellt wird. Dies  kann sich Gram nicht vorstellen, weil im neuen Kindergarten ja extra ein Raum dafür vorgesehen wird. Er wird aber noch einmal nachhören.

Krimikeller darf Open-Air-Veranstaltungen anbieten

Die Stadt erteilte dem Krimikeller die Nutzungserlaubnis, in der Kirchgasse einen Toilettenwagen aufzustellen und kümmert sich um dessen Wasserversorgung. Damit unterstützt sie das Vorhaben von Michael Franz, ab Ende Mai eine kulturelle Open-Air-Veranstaltung anzubieten. Gespielt werden soll bei schönem Wetter auf einer privaten Fläche hinter der Kirche. Bei schlechtem Wetter möchte Franz, wenn es behördlich erlaubt ist, in den Krimikeller.

Sebastian Greß gab zu Bedenken, dass dann zwei der in Rothenfels raren Parkplatze wegfallen. Daria Schürmann hält das aber, für einen begrenzten Zeitraum, für vertretbar und freut sich, wenn wieder Leben in die Stadt kommt. Der Beschluss fiel am Ende einstimmig.

Keine öffentlichen E-Ladesäulen

Auf Antrag von Jörg Merholz wurde noch einmal das Thema E-Ladesäule diskutiert. Dabei machte Merholz deutlich, dass es ihm darum gehe, vorausschauend tätig zu werden und es ihm wichtig sei, dass im Stadtrat darüber gesprochen werde.

Gram hatte sich noch einmal um die Eckdaten gekümmert. Es muss mit Kosten von 22 000 pro Säule mit zwei Zapfpunkten gerechnet werden. Aktuell ist durch ein aufwändiges Förderverfahren eine Förderung von bis zu 80 Prozent möglich. Für den Betrieb der Ladesäule fallen jährliche Kosten in Höhe von 700 Euro an. Dem gegenüber stehen Einnahmen durch den Verkauf von Strom von rund 80 Euro. Außerdem muss die Stadt pro Ladesäule zwei Parkplätze für Elektroautos freihalten.

Daraus entspann sich eine lebhafte Diskussion. Manche vertraten die Meinung, dass es sich bei Elektroautos grundsätzlich um die falsche Technologie handelt. Andere finden, dass niemand, der sich so ein Auto kauft, erwarten könne, dass sich die Kommune um eine Ladesäule kümmert. Einige sehen den Bedarf aktuell noch nicht und andere zweifeln an der Klimabilanz.

Am Ende entschied sich der Stadtrat mit einer Gegenstimme dafür, aufgrund der hohen Kosten und des aktuell nicht vorhandenen Bedarfs, vorerst keine öffentlichen E-Ladesäulen anzuschaffen.

Weitere Themen im Stadtrat

- Landschaftsschutzgebiet: Der Änderung und Neuabgrenzung des Landschaftsschutzgebiets Naturpark Spessart stimmte der Rat einstimmig zu. Bürgermeister Michael Gram erläuterte die geplanten Flächenänderungen, die mit dem beauftragten Landschaftsarchitekten Maier/Götzendörfer aus Bischbrunn erarbeitet wurden. Die Flächen, die herausgenommen wurden, gleichen sich flächenmäßig mit den Flächen, die neu dazu kommen, aus. Der Änderungsantrag wird nun noch von der Unteren Naturschutzbehörde geprüft.

- Fledermäuse: Michael Gram hat bezüglich des möglichen Fledermausaufkommens im Dach des Rathauses Kontakt mit der Unteren Naturschutzbehörde aufgenommen. Diese ist der Meinung, dass man im September mit den Fundamentarbeiten für den Aufzug und der Erdung rund um das Rathaus beginnen kann – falls man für die Arbeiten eine Firma bekommt.

- Wohnmobilstellplatz: Da es immer wieder zu Beschwerden über die Wohnmobilstellplätze in Bergrothenfels bezüglich Müllablagerungen und Wildparkens kommt, soll dieser nun weiter beobachtet werden. Sollte sich das Verhalten dort nicht bessern, muss das Thema noch einmal behandelt werden.    

- Bauantrag: Gegen den Bauantrag zum Neubau eines Einfamilienhauses in der Weidenäckerstraße 20 in Bergrothenfels gab es keine Einwände.

- Wald: Den in der vergangenen Sitzung gestellten Antrag, den Einschlag im Wald zu kürzen, zog Jörg Merholz zurück. Er hatte mit Förster Matthias Huckle einen Waldgang unternommen und dieser zeigte ihm die betreffenden Flächen. "Das war für mich alles nachvollziehbar", so Merholz.

- Platz vor dem alten Feuerwehrhaus: Gram teilte mit, dass voraussichtlich Mitte Juli mit den Rückbauarbeiten am "Platz vor dem alten Feuerwehrhaus" begonnen werden kann.

Bei den Arbeiten für die Erdverkabelung wurde in der Hauptstraße in Rothenfels ein historischer Kanal entdeckt.
Foto: Susanne Feistle | Bei den Arbeiten für die Erdverkabelung wurde in der Hauptstraße in Rothenfels ein historischer Kanal entdeckt.
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