GEMÜNDEN

Schulbesuch dank fairer Preise

Präsent aus Chile: Vorsitzender Wolfgang Fella überreicht ein Geschenk chilenischer Weinbauern an die restlichen Mitglieder des Esperanza-Vorstands (von links) Wolfgang Fella, Agnes Flockau, Ursel Werner, Franz Gerhard, Cilli Kraus, Karin Roth und Dieter Konradt.
Foto: Weinig | Präsent aus Chile: Vorsitzender Wolfgang Fella überreicht ein Geschenk chilenischer Weinbauern an die restlichen Mitglieder des Esperanza-Vorstands (von links) Wolfgang Fella, Agnes Flockau, Ursel Werner, Franz ...

Eindrücke von seiner Reise in Chile vermittelte der Esperanza-Vorsitzende Wolfgang Fella beim Treffen der Verantwortlichen des Weltladens im Pfarrheim Peter und Paul. Besonders interessant für die Zuhörer war laut der Mitteilung sein Besuch der Weinbaugesellschaft Sociedad Vitivincola Sagrada Familia, deren Wein der Esperanza-Verein in seinem Laden verkauft.

Da der Weinbau in Chile von einigen wenigen großen Weinhandelshäusern beherrscht wird, haben kleine Weinbauerngenossenschaften kaum eine Chance auf dem heimischen Markt. Die Sagrada Familia (deutsch: heilige Familie) aus dem gleichnamigen Dorf rund 200 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago vertreibt 90 Prozent ihrer Weinproduktion über den Fairen Handel.

Erst diese internationalen Kontakte haben es dem Zusammenschluss von 16 kleinen Weinbauernfamilien ermöglicht, ihre Felder wirtschaftlich zu betreiben und über ein außergewöhnliches Entlohnungssystem mit monatlichen Abschlagszahlungen ein geregeltes Einkommen zu erzielen. Mit den Mehrerlösen gelingt es einzelnen Mitgliedern, auf Bioanbau umzustellen oder in neue Rebstöcke zu investieren.

Besonders beeindruckt hat den Esperanza-Vorsitzenden, als die einfachen Weinbauern darüber berichten, dass der gesicherte Verkauf ihres Weines über den Fairen Handel ihnen wieder ihr Selbstwertgefühl zurückgegeben habe. Voll Stolz hätten sie davon berichtet, dass einige ihrer Kinder jetzt auf weiterführende Schulen gehen könnten oder gar die Universität besuchen, was ohne die fairen Preise für ihre Produkte nicht möglich sei.

Die Aktiven aus dem Esperanza-Verein sahen auch Bilder von den Naturschönheiten des lateinamerikanischen Staates und bekamen kulinarische Besonderheiten des Landes vorgestellt. Darunter war ein Schlückchen Pisco, das Nationalgetränk von Chile und Peru, das aus Traubenmost destilliert wird. Impressionen vom Besuch einer deutschen Schule, eines Kinderheims oder eines Fußballspiels am Fuße der Anden rundeten die Ausführungen des Esperanza-Vorsitzenden ab.

Beim Treffen des Ladenteams konnten die Mitarbeiter auch die neuen Schokoriegel testen und darüber entscheiden, welche Geschmacksrichtungen künftig den Kunden im Weltladen angeboten werden. Wegen der Inventur soll der Weltladen am Mittwoch und Donnerstag, 2. und 3. Januar, geschlossen bleiben.

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