ZELLINGEN

Show mit Akrobatik, Tanz und Comedy

Akrobatische Sprünge und mehrstöckige Figuren zeigten die Black Paws aus Würzburg beim Cheerleading.
Foto: Kamm | Akrobatische Sprünge und mehrstöckige Figuren zeigten die Black Paws aus Würzburg beim Cheerleading.

Eine Show der Superlative mit akrobatischen Tänzen und harter Comedy versprachen die Turedancer für ihr zweites Dancefestival. Sie hielten Wort, das Publikum in der proppenvollen Friedrich-Günther-Halle wurden nicht enttäuscht.

Etwa fünf Stunden füllte das kurzweilige Programm. Die Show wurde dem Ruf von der Premiere 2009 mehr als gerecht. Alle 450 Karten für Sitzplätze waren ausverkauft, dazu kamen über 200 Besucher mit Stehplätzen. Laut den Moderatoren Klaus und Sebo wurden einige Karten gar mehrfach überteuert auf dem „Zellinger Schwarzmarkt“ angeboten.

Obwohl Garden und Männerballetts mit Showtänzen das Programm dominierten, hatte die Veranstaltung mit einer Prunksitzung kaum etwas gemein. Den exklusiven Turedancer-Pokal gab es etwa nur einmal je Gruppe. Nicht schunkeln, sondern tanzen wollten die Turedancer das Publikum zeitweise sehen.

„Steine des Lebens“ nannte die Jugendgarde aus Wiesenfeld ihren bunten Tanz. Wie auf viele andere Gruppen wurden die aus früherem Männerballett des Zellinger Fasenachtsvereins hervorgegangenen Turedancer bei einem Turnier auf sie aufmerksam. Die Prinzengarde aus Zellingen hatte mit ihrem Showtanz „Olympia“ praktisch ein Heimspiel, und auch die „Tanzknaben Karlburg“ mit ihrem Rock'n'Roll der 50er-Jahre kannten die Zellinger Bühne schon von der ersten Prunksitzung 2010.

Nicht nur die Männer bewunderten die Beweglichkeit der Tänzerinnen von Schisulaika aus Frammersbach beim orientalischem Tanz. Computerwelten stellt man sich eher kühl vor. Der gleichnamige Showtanz der Garde Rieneck war es nicht, zudem tanzten die Damen danach auf den Tischen weiter.

Nicht nur in den beiden Pausen konnten sich die Besucher in eine Bar zurückziehen, von denen es gleich drei gab. Selbst in der „Underground-Bar“ im Keller versäumten sie dabei nichts, denn es gab eine Übertragung per Beamer auf Leinwand.

Aus einem Ei ließen die Heringe Kaichen (ein Männerballett) den legendenumwobenen Dschingis-Khan schlüpfen. Beim akrobatischem Auftritt der Black Paws aus Würzburg wurde auch dem letzten Zuschauer klar, warum Cheerleading ein Hochleistungssport ist. Salti aus dem Stand und eine zweistöckige Pyramide zum Schluss sorgten für Beifallsstürme.

Die Garde aus Heidingsfeld verwandelte die Bühne für ihre Showtanz in eine Baustelle. Eine ganz andere solche war der Auftritt von Dominik und „Zwick“, die Break-Dance „gestern und heute“ zeigten. Dazu passte irgendwie der Showtanz des Männerballetts der Turedancer selbst, denn sie fuhren mittels Zeitmaschine zurück bis in die Zeit von Olivia Newton-John und John Travolta in dem Film und Musical „Grease“.

„Yes we can“ rief Michl Müller in Obama-Manier seinem Publikum zu. Gekonnt spannte er den Bogen von der Abwrackprämie bis zum Weltklimagipfel. „Da konnte doch nix bei rauskommen, Erderwärmung bei der Kält'? Das hätte man im Sommer machen müssen, unter einer Glaskuppel, da hätte man nach drei Stunden Ergebnisse gehabt.“ Tanzen tut Michl Müller bekanntlich nicht, aber singen: „Sex ist nicht alles, wäre aber schön“ lautet das Lied seiner Show 2010, aber ohne die bekannten Lieder „Fleischereifachverkäuferin“ und „Krumpernsalat“ kam er nicht von der Bühne, über die er zeitweise rannte, als bekäme er Kilometergeld.

In die Rolle eines starken Mannes schlüpfte die Garde Homburg mit ihrem Showtanz „Hercules.“ Die „Marionettes“ aus Thüngen boten eine bekannt spektakuläre Show mit Feuer und Licht. Akrobatisch ging es beim Tanz der AlZi Bi Twins zu.

Teils reichlich verwirrte Indianer gab das Männerballett Matzeratis aus Mittelkalbach. Selbst die Bühnentreppe fanden die Rothäute wohl nicht, sie gingen über die Tische. Die Garde aus Veitshöchheim probte als Marionetten den Aufstand.

Schwarze Anzüge und dunkle Sonnenbrillen waren zumindest anfangs das Markenzeichen bei des Männerballetts „Schreckschruwe“ aus Eichenzell bei „Wild Wild West.

Mit der Hip Hop Show von Physical Funk endete das Programm akrobatisch. Danach lockte die After-Show-Party.

ONLINE-TIPP

Diashow unter www.mainpost.de/lokales/mainspessart/Karlstadt

Zeitreise: Auf eine Reise zurück in die Zeit des Films und Musicals „Grease“ nahmen die Gastgeber „Turedancer“ das Publikum mit.
Foto: Kamm | Zeitreise: Auf eine Reise zurück in die Zeit des Films und Musicals „Grease“ nahmen die Gastgeber „Turedancer“ das Publikum mit.
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