Bischbrunn

Sozialpädagogische Unterstützung für Oberndorfer Schüler?

In der Versammlung des Schulverbandes Bischbrunn berichtete die Schulleiterin Michaela Neiderer über die aktuelle schulische Situation. Christoph Reißenweber informierte über die Aufgaben einer pädagogischen Fachkraft zur Förderung der Jugendsozialarbeit.

Probleme gäbe es in jeder Schule, meinte Christoph Reißenweber. Manche Kinder hätten Schulangst, andere wieder würden ausgegrenzt oder gemobbt. Wieder andere zeigten ein aggressives Verhalten oder hätten Probleme im Elternhaus. Hier könnte eine pädagogische Fachkraft präventiv tätig werden. Diese würde sich dann 20 Stunden in der Woche um verhaltensauffällige Kinder kümmern. Auch mit den Eltern würden Gespräche geführt. Bei Wanderungen, Ausflügen und Landschulaufenthalten würde die Fachkraft dabei sein.

Auf diese Weise würden die Lehrkräfte bei ihrer Erziehungsarbeit unterstützt. Bewährt habe sich dieses Konzept bereits in einigen Schulen im Landkreis Main-Spessart zum Beispiel in Marktheidenfeld, in Lohr, in Karlstadt und in Zellingen. Leider sei eine solche pädagogische Fachkraft nicht kostenlos. Ungefähr 40 000 Euro würden im Schuljahr anfallen. Die Hälfte würde durch Zuschüsse gedeckt, die andere Hälfte müsse der Schulverband übernehmen.

Entwicklungen abwarten

Eine solche Förderung der Schüler wäre in Oberndorf wünschenswert, meinte die Schulleiterin. Auch hier gebe es Schüler, die Hilfe benötigten. Aber deswegen sei man noch lange keine Brennpunktschule. Bürgermeisterin Agnes Engelhardt zeigte sich skeptisch gegenüber  der Einstellung einer pädagogischen Fachkraft.  Die Politiker, so meinte sie, sollten Schüler mit Problemen stärker unterstützen. Sie sollten die anfallenden Kosten nicht auf die Kommunen abwälzen. Schließlich habe die Gemeinde Bischbrunn und auch der Schulverband Bischbrunn in letzter Zeit viel Geld in die Ausbildung der Kinder investiert. Vorstellen könne sie sich eine halbe Stelle in Verbindung mit einer gleich großen Grundschule.

Marktheidenfelds Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder, sah sich in dieser Versammlung nicht in der Lage, über die Einstellung einer pädagogischen Fachkraft abzustimmen. Dazu hätten ihr die Vorinformationen gefehlt. Schließlich müsse sie die Ausgaben des Schulverbandes auch vor ihrem Stadtrat verantworten. Deswegen kam es in dieser Versammlung nicht zu einer Abstimmung. Aber so meinte man abschließend, dass aufgeschoben noch nicht aufgehoben sei. Man wolle nun die weitere Entwicklung abwarten, denn Schulsozialarbeit werde in Zukunft immer wichtiger.

Gut angefangen habe das neue Schuljahr, berichtete Michaela Neiderer. 162 Kinder würden in acht Klassen von 13 Lehrkräften unterrichtet. Unterstützt würden die Lehrkräfte von Gertrud Lapp und von Anna Baumgartner. Gut angenommen werde auch der offene Ganztag. 66 Prozent der Schüler nähmen daran teil. Bevorzugt würden die Kurzgruppen. Mit der Digitalisierung der Klassenzimmer sei man schon weit fortgeschritten. Sorgen bereite zur Zeit aber das Netz. Dieses bringe zu wenig Leistung und müsse in Ordnung gebracht werden. Entsprechende Schritte habe man hierzu schon eingeleitet.

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