Burgsinn

Spessart-Bürgermeister unterstützt neue Stamm-Partei

Robert Herold       -  Robert Herold
Foto: Roland Bauernschubert | Robert Herold

Bei ihren Bemühungen, eine neue Partei in Bayern zu etablieren, bekommt die Landtagsabgeordnete Claudia Stamm Unterstützung aus Unterfranken. Robert Herold, der parteilose Bürgermeister von Burgsinn (Lkr. Main-Spessart), gehört zum Kernteam der Initiative „Zeit zu handeln“. Am Sonntag, 7. Mai, findet in Würzburg eine erste Regionalkonferenz statt.

Der 37-jährige Herold ist seit 2014 Bürgermeister der 2400-Einwohner-Gemeinde nahe der Grenze zu Hessen und stellvertretender Vorsitzender der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft. Stamm sei ihm schon zu ihrer Zeit als Haushaltsexpertin der Grünen positiv aufgefallen, sagt Herold. Nach dem spektakulären Parteiaustritt der 46-Jährigen vor sechs Wochen habe er dann Kontakt zu ihr aufgenommen.

„Umsteuern sieht anders aus“

„Für Neues bin ich immer zu haben“, sagt der Bürgermeister. Zwar gehe es den Menschen auch in Unterfranken verhältnismäßig gut. Ihn treibe aber die Sorge um, der ländliche Raum könne im Zuge des demografischen Wandels noch mehr als bisher schon von der Entwicklung in den Ballungsräumen abgehängt werden. Egal, ob beim ÖPNV oder beim Breitbandbandausbau, die Schere gehe eher auseinander, staatliche Förderprogramme dokterten lediglich an den Symptomen herum. „Ein Umsteuern sieht anders aus“, so der gelernte Forstwirt.

Auch in anderen Parteien gebe es kluge Leute, betont Robert Herold. Allerdings sieht er insgesamt einen „Rechtsruck“ in der Politik, dem man sich entgegenstellen müsse. „Wir müssen wieder mehr Gemeinschaft schulen“, sagt der 37-Jährige. Leider dächten viel zu viele Menschen immer nur ans eigene Fortkommen. Um dagegen etwas zu tun, will sich Herold, bislang „parteilos aus Überzeugung“, in der neuen Gruppierung engagieren.

Treffen am Sonntag in Würzburg

Initiatorin Claudia Stamm ist derweil ungebrochen optimistisch, dass es genügend Interessierte gibt an einem neuen Angebot für eine Politik, „bei der die Werte und das Menschenbild des Grundgesetzes im Mittelpunkt stehen“. Ziele seien ein humanitärer Umgang mit Flüchtlingen, ein Mehr an sozialer Gerechtigkeit und der konsequente ökologische Umbau der Gesellschaft.

Interessierte Bürger sollen ihre Ideen in die Programmarbeit einbringen. Deshalb veranstalten Stamm und ihre Mitstreiter jetzt überall in Bayern Regionalkonferenzen, die erste am Sonntag (Beginn 13.30 Uhr) in der Evangelischen Studentengemeinde in Würzburg. Neben Vorstellungsrunden mit den Initiatoren stehen Workshops zu Themen wie innerparteiliche Demokratie, Asylpolitik und Inklusion auf dem Programm.

Im Herbst soll es mit der Parteigründung soweit sein, die Teilnahme an der Bayern-Wahl 2018 ist das erklärte Ziel. Noch fehlt vor allem ein eingängiger Name. Egal, wie der letztlich auch lautet, Robert Herold kann sich eine Kandidatur als Landtagsabgeordneter schon vorstellen.

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