Gemünden

Stadtwerke bescheren Gemünden ein „Superergebnis“

Gute Zahlen präsentiert Gemündens Kommunalunternehmen Stadtwerke für 2017 und absehbar auch 2018.
Foto: Herbert Hausmann | Gute Zahlen präsentiert Gemündens Kommunalunternehmen Stadtwerke für 2017 und absehbar auch 2018.

Mit einem „Superergebnis“ hat das Kommunalunternehmen Stadtwerke das Wirtschaftsjahr 2017 abgeschlossen. Auch das laufende Jahr werde absehbar ein positives Ergebnis haben. Dies berichtete der Stadtwerke-Vorstand Hans Schneider am Montagabend dem Stadtrat. Unterm Strich steht für 2017 ein Gewinn von über 747 000 Euro. 2016 belief er sich auf 315 000 Euro.

Schuldenabbau läuft

Die positiven Zahlen forcieren den begonnenen Schuldenabbau. Weitere große Investitionen stehen nicht mehr an, sagte Hans Schneider, wobei er nicht ausschließen wolle, dass immer einmal teure Sanierungsmaßnahmen anfallen können. Dies jedoch falle unter die Rubrik „Erhalt“ und werde daher keine neuen Verbesserungsbeiträge nach sich ziehen, betonte Bürgermeister Jürgen Lippert.

Der Rathauschef nahm die ausführlichen Geschäftsberichte zum Anlass, eine politische Stellungnahme abzugeben: „Es gibt im Landkreis Gemeinden, die kein positives Ergebnis haben und in denen Verbesserungsbeiträge und Gebührenerhöhungen anstehen. Wir haben den Schritt nur eher gemacht, schmerzhafter gemacht mit Investitionen von (insgesamt) 40 Millionen Euro. Wir haben hohe Gebühren, haben aber unser System, unsere Versorgungsanlagen auf einen sehr guten Stand gebracht. Wir müssen dran bleiben, den guten Stand erhalten, aber mit dem Ziel, den Schuldenstand kontinuierlich zurückzuführen.“

Erhebliche Zinsersparnis

Das gute Jahresergebnis 2017 kommt zustande durch geringeren Materialaufwand (da weniger Bautätigkeit) von 1,8 Millionen Euro gegenüber 2016 mit drei Millionen sowie durch Umschuldungen in der Niedrigzinsphase, was sich in 140 000 Euro weniger Zinsaufwand niederschlägt. Die letzte, vierte Rate des Wasser-Verbesserungsbeitrags brachte gut eine Million Euro ein (2016 waren es 3,68 Millionen Euro). Die Verschuldung sank um 2,5 Millionen Euro auf 18 Millionen Euro.

An Darlehenszinsen fielen insgesamt 367 000 Euro an, 188 000 im Zweig Trinkwasserversorgung und 168 000 Euro im Zweig Abwasserentsorgung. Die Trinkwassergebühren brachten 1,5 Millionen Euro (482 000 Kubikmeter) ein, die Abwassergebühren 1,7 Millionen Euro (460 000 Kubikmeter).

Sieben Betriebszweige

Aufgeschlüsselt nach Betriebszweigen gliedert sich der Jahresgewinn in: 3000 Euro für die Betriebsführung der EVG (Energieversorgung Gemünden), 4000 Euro für die Fotovoltaikanlagen, 129 000 Euro aus der Wasserversorgung, 37 000 Euro vom Blockheizkraftwerk am Neuberg, 492 000 Euro aus der Abwasserbeseitigung und 104 000 Euro an Finanzerträgen aus der Beteiligung an der EVG. Einzig das Holzhackschnitzelheizwerk in der Häfnergasse machte ausnahmsweise Minus (22 000 Euro betrug der Verlust). Das hat sich mit der Wiederinbetriebnahme des generalsanierten Hallenbads bereits geändert.

Die Investitionen des KU 2017 bestanden laut Hans Schneider hauptsächlich aus Wasserleitungsbau (Baumgartenweg, Zeilbaumweg, Lustberg, Mühlgraben, „Auf der Heide“, „Schöne Aussicht“, Kolping- und St.-Bruno-Straße), Arbeiten am neuen Hochbehälter am Zollberg und Kanalbau (Musikheim Wernfeld, Adelsberger Straße und „Schöne Aussicht“).

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