Steinfeld

Steinfeld im Dorferneuerungsprogramm

36 Jahre lang hat sich die Gemeinde Steinfeld darum bemüht – nun ist es so weit: Im Jahr 2021 wird Steinfeld ins Dorferneuerungsprogramm des Freistaats aufgenommen. Bürgermeister Günter Koser (CSU) freute sich in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch über diese "positive Nachricht", die er im November vom Amt für ländliche Entwicklung erhalten hatte. Dies sei "ein großer Gewinn für Steinfeld", meinte auch zweite Bürgermeisterin Marion Gröbner (CSU).

Laut Koser hatte die Gemeinde ihren ersten Antrag zur Aufnahme ins Dorferneuerungsprogramm im Jahr 1984 gestellt. In den 1990er Jahren habe man den Antrag wiederholt. 2014 sei es eine seiner ersten Amtshandlungen als neuer Bürgermeister gewesen, erneut einen Aufnahmeantrag zu stellen, so Koser. Damals habe es geheißen, "macht erst mal eure Hausaufgaben". Dies sei durch Erstellen eines Leerstandsverzeichnisses geschehen.

Laut Koser ist in Sachen Dorferneuerung geplant, dass Vertreter des Amtes für ländliche Entwicklung in der ersten Gemeinderatssitzung des neuen Jahres zunächst einmal die weitere Vorgehensweise vorstellen. Dann sei im Frühjahr 2021 eine Bürgerversammlung vorgesehen, in der eine 20-köpfige Dorferneuerungs-Arbeitsgruppe zusammengestellt werden solle. Anschließend müsse ein Grobkonzept erstellt und ein Büro mit der Begleitung der Dorferneuerung beauftragt werden.

Die Bürger-Arbeitsgruppe wird Koser zufolge im Juni 2021 in einem zweitägigen Lehrgang für ihre Aufgabe geschult, danach werde es eine weitere Bürgerversammlung geben, in der auf Basis des Grobkonzeptes eine Prioritätenliste erstellt werden solle.

Auch wenn die Gemeinde ab dem kommenden Jahr im Dorferneuerungsprogramm drin sei, werde es "noch einige Jahre dauern", bis erste Projekte verwirklicht würden, erläuterte der Bürgermeister – und schob nach: "Aber ein Marathon beginnt auch mit dem ersten Schritt."

Auf Nachfrage von Martin Schuhmann (FW) sagte Koser, dass die Gemeinde mit allen drei Ortsteilen ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen werde. Hintergrund von Schuhmanns Frage war, dass aktuell nur in Steinfeld und Waldzell satzungsmäßig festgesetzte Sanierungsgebiete existieren, nicht aber in Hausen.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Main-Spessart und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Steinfeld
Wolfgang Dehm
CSU
Dorferneuerung
Günter Koser
Ländliche Entwicklung
Ortsteil
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!