Aschaffenburg

Stephan Parkan ist neuer zweiter Chef der IG Metall

Stephan Parkan ist neuer zweiter Chef in Aschaffenburg.
Stephan Parkan ist neuer zweiter Chef in Aschaffenburg. Foto: Remo Schardt

Die IG Metall in Aschaffenburg hat in einer außerordentlichen Delegiertenversammlung, unter Covid-19-Schutzmaßnahmen, einen neuen zweiten Bevollmächtigten gewählt. Nach Angaben der IG Metall erhielt Stephan Parkan 95 Prozent der Stimmen von den Delegierten aus den Betrieben.

Seine Vorgängerin Birgit Adam trat im Frühjahr nicht mehr zur Wahl an und arbeitet nun in der IG Metall Geschäftsstelle Tauberbischofsheim. Parkan war zuvor als politischer Gewerkschaftssekretär im Ressort Bildung beim IG Metall-Vorstand in Frankfurt tätig, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Digitalisierung, die Mobilitätsdiskussion und die Transformation in den Betrieben werden mit einer hohen Krisendynamik weiter die Topthemen der IG Metall sein, so Parkan in seiner Bewerbungsrede.

Neben der Wahl tauschten sich die Metaller über die Lage in den Betrieben in der Metall- und Elektroindustrie aus. Deutliches Signal: Die Betriebe und die Beschäftigten stecken mitten in der Krise, die Betriebsräte und Vertrauensleute bereiten sich darauf vor, einen langen Atem zu brauchen. Allein für ihren Organisationsbereich vermeldet die IG Metall rund 23 000 Beschäftigte am bayerischen Untermain und der Region Lohr in Kurzarbeit.

Die Umsatzausfälle, Zulieferprobleme und der Wegfall von Aufträgen durch den Covid-19-Lock Down und die Schutzmaßnahmen haben die vielen exportorientierten Betriebe im Umbauprozess erwischt. In den ersten Betrieben – insbesondere in der Automobilzulieferindustrie – kippt die Stimmung und Situation, man plant Personal abzubauen.

„Wir verwehren uns gegen einen platte Personalkostenreduzierung in den Betrieben. Wir sind bereit, allen Akteuren die Hand zu reichen, um sich für Gesundheit, Arbeitsplätze und Einkommen in der Region am Tisch zu engagieren,“ so Percy Scheidler, Erster Bevollmächtigter der Gewerkschaft vor Ort. Drohende Insolvenzen, Standortschließungen, Stellenstreichungen und Angriffe auf Tarifverträge und Mitbestimmung, gilt es, in der aktuellen Situation und darüber hinaus zu verhindern.

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